Maximilian Friedrich mit seinem Vorgänger, dem Stuttgarter OB Frank Nopper, beim Backnanger Neujahrsempfang. Foto: Gottfried Stoppel

Mitte Dezember sind beim Auto des Backnanger Stadtoberhaupts offenbar alle vier Reifen durchstochen worden. Jetzt fordert Maximilian Friedrich mehr Zusammenhalt und Respekt ein.

Kurz vor Weihnachten hat der Backnanger Oberbürgermeister Maximilian Friedrich mehr Respekt auch in der politischen Auseinandersetzung eingefordert. „Unsere Gesellschaft lebt davon, dass wir einander respektvoll begegnen und auch bei unterschiedlichen Ansichten immer im Gespräch bleiben“, sagt der Rathauschef in einem auf Social Media veröffentlichten Video.

 

Der über den Facebook-Account des Lokalpolitikers hochgeladene Kurzfilm zeigt den Oberbürgermeister auf dem Fußweg durch die Altstadt. „Gerade in dieser Zeit, kurz vor Weihnachten, sollten wir uns gemeinsam daran erinnern, wie wichtig Zusammenhalt, Rücksichtnahme und Dialog sind“, spricht Maximilian Friedrich in die Kamera.

Backnangs OB glaubt nicht an ein zufälliges Ereignis

Auslöser des Videos ist eine bisher nicht öffentlich bekannte Attacke auf das Auto des Oberbürgermeisters. Offenbar waren an einem Samstag Mitte Dezember alle vier Reifen des Fahrzeugs durchstochen worden. In seiner persönlichen Erklärung auf Facebook wertet das Stadtoberhaupt den Vorfall nicht als zufälliges Ereignis, sondern spricht von „einer ganz gezielten Sachbeschädigung“.

Der emotional angegriffen wirkende Friedrich spricht von einer „konkreten Gefährdung für mich und meine Familie, weil ich am besagten Abend mit meiner Frau und unserer jüngsten Tochter unterwegs war“. Noch in der Nacht habe er Anzeige erstattet und die Polizei informiert, der Täter sei bisher unbekannt.

Maximilian Friedrich wirkt nach der Messerattacke emotional angegriffen

„Ich muss ehrlich zugeben, dass mich dieser Vorfall wirklich nachdenklich gemacht hat“, sagt der OB im Video. Solche Taten träfen nicht nur einzelne Opfer, sondern letztlich alle – weil sie gerade auf Menschen, die sich gesellschaftlich einbringen, stark verunsichernd wirken würden.