In Stuttgart spielte die Antilopen Gang vor rund 1100 Fans. Foto: Lichtgut-Oliver Willikonsky

Die Antilopen Gang rappt am Donnerstagabend vor rund 1100 Fans im nicht ausverkauften LKA in Stuttgart. Mit Punk und Hip-Hop mischen Koljah, Panik Panzer und Danger Dan ihr Publikum auf.

Stuttgart - Erst singt Freddie Mercury aus der Konserve „We are the Champions“, dann singen die Fans vor der Bühne Refrains von den Toten Hosen, dann rappt die Antilopen Gang live: „Deutschland muss sterben, damit wir leben können.“ Die Antilopen Gang rappte auch schon für Martin Sonneborns Satirepartei, sie ist für böse Spitzen gegen Rechts bekannt.

Ein hartes und schnelles Konzert

Am Donnerstagabend sind rund 1100 Fans ins nicht ausverkaufte LKA gekommen, um die drei aus Düsseldorf und Aachen auf der Bühne zu erleben. Das Publikum ist in bester Stimmung, die Künstler sind es auch. Wer nach dem Hören des noch ganz jungen Albums „Abbruch Abbruch“ befürchtet hatte, dieser Abend könnte eine ganz poppig-moralische Affäre voller Anti-Kiffer-Songs werden, der erlebt eine sehr angenehme Enttäuschung.

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Koljah, Panik Panzer und Danger Dan geben ein hartes, schnelles Konzert, in dem nicht Pop, sondern Punk den Hip-Hop auffrischt. Der Haken am Ganzen: was die Antilopen so sarkastisch und links von sich geben, das möchte man eigentlich auch verstehen. Im LKA gelingt dies nur bedingt. Aber was macht das, wenn ohnehin jeder jedes Lied mitsingen kann? Die Antilopen Gang spielt mehrere Zugaben, bringt schließlich ein renitentes Geburtstagslied zum Piano, und singt dabei auch von der Polizei - in Stuttgart.

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