Dem Landesmuseum Württemberg im Alten Schloss in Stuttgart steht ein spannendes Jahr bevor. Foto: dpa

Der freie Eintritt beschert einen Besucherboom, eine Ausstellung über das Schwert und ein millionenschweren Umbau erwarten die Besucher - 2018 wird ein spannendes Jahr für das Landesmuseum.

Stuttgart - Freier Eintritt in die Schausammlung im Alten Schloss in Stuttgart hat dem Landesmuseum Württemberg einen wahren Besucherboom beschert. 500 Prozent mehr wurden im Januar gezählt, wie Direktorin Cornelia Ewigleben mitteilte. Kamen im Januar 2017 rund 1400 zahlende Besucher in die Schausammlung, waren es im ersten Monat mit freiem Eintritt im neuen Jahr 6995.

„Das läuft genau so, wie wir uns das vorgestellt hatten“, betonte Ewigleben am Donnerstag beim Pressegespräch im Depot des Museums, dem „Herzstück unseres Hauses“. Schließlich verfüge man über eine Million Objekte, von denen stets nur knapp 15 000 in den verschiedenen Ausstellungen zu sehen seien.

Auch das Museum für Alltagskultur im Schloss Waldenbuch verzeichnete im Januar eine Verdoppelung seiner Besucher. Den freien Eintritt im Jahr 2018 machen private Förderer wie der Milliardär Reinhold Würth und die Fördergesellschaft des Hauses möglich. 2017 zählte das Alte Schloss knapp 246 000 Besucher, in Waldenbuch waren es 27 650.

Foyer des Alten Schlosses wir umgebaut

Derweil läuft im Alten Schloss der Countdown für einen millionenschweren Umbau: Das imposante Foyer, die sogenannte Dürnitz, wird von Januar 2019 an für insgesamt neun Millionen Euro umgebaut und ausgestattet. Schwerpunkt ist ein Veranstaltungsraum für 500 Gäste. Offener, funktionaler solle der Eingangsbereich werden, so Ewigleben. Im Oktober 2020 will man fertig sein. Anderthalb Jahre müssen die Besucher mit Kassen in Containern im Schlosshof leben.

Um keine andere Waffe ranken sich so viele Legenden: Das Landesmuseum plant die deutschlandweit erste Ausstellung über 4000 Jahre Geschichte des Schwertes. Seit der Bronzezeit war es in allen Epochen ein wirkmächtiges und einprägsames Symbol, Attribut des Kriegers, Zeichen von Status und Macht. Obwohl es als Waffe im 16. Jahrhundert ausgedient hatte, habe das Schwert bis heute eine besondere Faszination: in Rollenspielen oder als Laserschwert in „Star Wars“ im Kampf Gut gegen Böse. Das Landesmuseum hat mehrere tausend Schwerter im Depot, rund 250 davon sowie Leihgaben werden in der Ausstellung „Faszination Schwert“ ab 13. Oktober gezeigt.

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