Am Donnerstag erreichten die Coronazahlen in Deutschland einen neuen Höchststand. Foto: dpa/Marijan Murat

Ein Großteil der Menschen in Deutschland steckt sich nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) im privaten Umfeld mit dem Coronavirus an. Diese Ansicht spiegelt sich auch in einem Bericht von US-Forschern im Fachblatt „Science“ wieder.

Baltimore - Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) steckt sich ein Großteil der Menschen in Deutschland im privaten Umfeld mit dem Coronavirus an. Umso wichtiger seien Maßnahmen in diesem Bereich, betonte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag bei einemr Pressekonferenz in Berlin. Diese Einschätzung passt zum Bericht von US-Forschern im Fachblatt „Science“ zu drei Haupttreibern der Pandemie.

In dem Überblicksartikel fasst das Team um die Epidemiologin Elizabeth Lee von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore zusammen, dass ein Großteil der Sars-CoV-2-Infektionen vermutlich auf Haushalte und andere Wohneinrichtungen wie etwa Altenheime entfällt. Weitere Treiber sind demnach Superspreading-Events etwa bei Chorproben, Gottesdiensten oder Hochzeiten. Wichtig bei der räumlichen Ausbreitung sei zudem die überregionale bis internationale Verbreitung durch Reisende.

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