Ermittler in Manchester begeben sich auf Spurensuche. Foto: dpa

Es wird auch nach diesem Anschlag nichts weiter übrig bleiben, als das Leben weiter zu leben wie bisher, kommentiert Politik-Redakteur Christian Gottschalk. Es kann nicht die Alternative sein, Konzerte, Sportveranstaltungen oder Volksfeste aus lauter Furcht zu meiden.

Stuttgart - Noch sind die Hintergründe nicht geklärt, noch sind weder die Toten noch die Verletzten gezählt, noch sind die Spuren in Manchester nicht gesichert.

Doch in Zeiten wie diesen ist es naheliegend, nicht nur an einen Anschlag zu denken, es ist naheliegend, den Terror mit dem Islamismus in Verbindung zu bringen, auch, wenn sich dies schon in anderen Fällen als voreilig herausgestellt hat, so wie bei den Sprengstoffanschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus. Zeiten wie diese sind keine guten Zeiten, keine sicheren, nirgendwo.

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Terror nicht nur in Top-Metropolen

Paris, London, Berlin – es sind schon lange nicht nur die Topmetropolen dieser Welt, in denen die Bomben explodieren. Siehe Nizza, siehe nun also Manchester. Und es wird auch nach diesem Anschlag nichts anderes übrig bleiben als noch wachsamer zu bleiben als bisher, ohne dass jemand genau erklären kann, wo die Wachsamkeit beginnt und wo sie endet.

Es wird nichts weiter übrig bleiben als das Leben weiter zu leben wie bisher, denn es kann ja nicht die Alternative sein Konzerte, Sportveranstaltungen oder Volksfeste zu meiden aus lauter Furcht, dabei ums Leben zu kommen. Es bleibt nichts anderes übrig als mit den Angehörigen der Opfer zu trauern.

Wer immer die Bombe in Manchester gezündet hat, er hat eine besondere Perversion an den Tag gelegt. Die Fans der US-Sängerin Ariana Grande sind jung, es war klar, dass nach der Detonation besonders viele Mütter und Väter um ihre Töchter und Söhne weinen werden. Die große Welle an Hilfsbereitschaft, die aus Manchester gegenüber den Konzertbesuchern berichtet wird, sie ist immerhin ein kleiner Lichtblick in einer bösen Welt.

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