Bei einem Selbstmordanschlag mit einer Autobombe auf ein Rekrutierungszentrum der Armee hat ein Attentäter im Süden des Jemens Dutzende Menschen mit in den Tod gerissen. Der sogenannte Islamische Staat bekannte sich zu der Tat. Foto: AL-FURQAN MEDIA

Bei einem Selbstmordanschlag mit einer Autobombe auf ein Rekrutierungszentrum der Armee hat ein Attentäter im Süden des Jemens Dutzende Menschen mit in den Tod gerissen. Mehr als 50 Menschen seien in der Stadt Aden verletzt worden, hieß es.

Aden - Den Angaben zufolge nahm der Attentäter eine Gruppe von Männern ins Visier, die sich im Süden des Jemens für den Militärdienst einschreiben lassen wollten. 71 Menschen seien getötet und 98 weitere in der Stadt Aden verletzt worden, teilten Gesundheitsdienste und Hilfsorganisationen mit.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag. Einer ihrer Kämpfer habe sich in Aden in die Luft gesprengt, meldete das IS-Sprachrohr Amak. Die Extremisten veröffentlichten ein Bild, das den Attentäter kurz vor der Tat in der Nähe des Anschlagsortes zeigen soll. Er lächelt dabei und winkt in die Kamera.

Die Dschihadisten haben in Aden mehrfach Anschläge verübt. So starben Ende Mai bei zwei Bombenanschlägen mindestens 45 Menschen. Der IS bekannte sich zu den Taten. Auch das Terrornetzwerk Al-Kaida ist für zahlreiche Attentate im Jemen verantwortlich.

Bürgerkrieg seit rund zwei Jahren

Im Jemen tobt seit rund zwei Jahren ein Bürgerkrieg. Huthi-Rebellen aus dem Norden des Landes haben große Teile des Jemens überrannt. Die Hafenstadt Aden steht unter Kontrolle von Kräften, die an der Seite der Regierung kämpfen.

Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition bombardiert seit März vergangenen Jahres die Aufständischen. Sie unterstützt damit den international anerkannten Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi. Das Chaos in dem armen Land machen sich Extremisten zunutze.

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