Auf den Bus von Borussia Dortmund war am Dienstag ein Anschlag verübt worden. Foto: dpa

Es gibt Zweifel daran, dass die bisherigen Bekennerschreiben zum Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund von Islamisten verfasst worden sind. Eine Sprecherin der Generalbundesanwaltschaft bestätigte entsprechende Berichte.

Berlin - Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund (BVB) haben die Ermittler Zweifel, dass die drei Bekennerschreiben tatsächlich von Islamisten verfasst wurden. Eine Sprecherin der Generalbundesanwaltschaft bestätigte am Freitag auf Anfrage einen entsprechenden Bericht von NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“. Diese hatten sich auf eine von den Ermittlern in Auftrag gegebene islamwissenschaftliche Untersuchung bezogen, in der von „erheblichen Zweifeln“ die Rede sei. Die Autoren der drei textgleichen Schreiben hätten demnach vermutlich nur den Eindruck erwecken wollen, die Tat habe einen islamistischen Hintergrund, hieß es. Einzelheiten nannte die Sprecherin unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

Experten zeigen sich seit Tagen skeptisch, was die Herkunft der Schreiben angeht. In Sicherheitskreisen hieß es zuletzt, ermittelt werde daher auch in Richtung rechter und linker Extremismus. Bei dem Anschlag am Dienstag waren der BVB-Spieler Marc Bartra und ein Polizist verletzt worden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: