Mit dem illegalen Verkauf von 70 Millionen Liter Bier sollen drei Männer französischen Firmen geholfen haben, Steuern zu hinterziehen. Der Schaden liegt bei rund 15 Millionen Euro. (Symbolbild) Foto: dpa

Statt das Bier an eine Karlsruher Brauerei auszuliefern, sollen drei Männer ihre Ladung auf dem britischen Schwarzmarkt verkauft haben. Jetzt müssen sie sich wegen Steuerhinterziehung verantworten, denn es geht um 70 Millionen Liter.

Mannheim - Weil sie rund 70 Millionen Liter Bier auf dem Schwarzmarkt verkauft haben sollen, hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen drei Männer wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung erhoben. Das teilte die Behörde am Mittwoch in Mannheim mit. Die Beschuldigten sollen demnach von 2012 bis 2013 geholfen haben, das Bier auf dem Schwarzmarkt in Großbritannien zu verkaufen - statt es wie behauptet an eine Karlsruher Brauerei zu liefern.

Damit hätten die Angeklagten drei in Frankreich ansässigen Firmen ermöglicht, Steuern zu hinterziehen, hieß es. Der Schaden liege bei insgesamt rund 15 Millionen Euro. Die Verdächtigen sollen sich 2012 mit vier bereits verurteilten Mittätern verbündet haben. Einer der drei jetzt Angeklagten gilt als Anführer, die beiden anderen sollen sich vor allem mit der Buchhaltung befasst haben. Zur Aufklärung hatten mehrere europäische Zollfahndungsämter sowie die EU-Justizbehörde Eurojust in Den Haag zusammengearbeitet.

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