Am Rande der Demos kam es zu mehreren Auseinandersetzungen. Foto: 7aktuell//Marc Gruber (Archiv)

Ein als politisch rechts eingeschätzter Betriebsrat wurde auf dem Weg zur Corona-Demo zusammengeschlagen. Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe dazu eingesetzt.

Stuttgart - Gut eine Woche nach dem Angriff auf einen Demoteilnehmer der Corona-Proteste am 16. Mai sei der Zustand des Opfers nach wie vor noch kritisch, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag. Trotz Zeugenbefragungen lägen der Kriminalpolizei noch keine konkreten Hinweise auf die Tatverdächtigen vor.

Der Angriff geschah, als der 54-jährige Mann mit zwei Begleitern zur Demo der Initiative Querdenken 711 ging. Eine größere Gruppe dunkel gekleideter und vermummter Personen habe angegriffen. Am Tatort an der Mercedesstraße wurden Schlagringe gefunden. Ob diese verwendet wurden, ist nicht bekannt. Schusswaffen seien keine im Spiel gewesen.

Das Opfer soll Betriebsrat bei Daimler sein

Das Opfer soll Betriebsrat bei Daimler sein und der rechten Gruppe Zentrum Automobil angehören. Die Polizei geht davon aus, dass der Angriff gezielt war. Die Ermittler vermuten daher, dass die Tatverdächtigen in der linksextremen Szene zu suchen sind. Die Ermittlungsgruppe Arena untersucht den Fall. Die Attacke gilt als der bisher schwerste Zwischenfall in Stuttgart beim Aufeinandertreffen rechter und linker Kräfte. Eine zweite Ermittlungsgruppe namens Wasen befasst sich mit weiteren Schlägereien am Rande der Großdemos auf dem Festgelände.

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