Großeinsatz der Polizei in Stuttgart-Hedelfingen Foto: 7aktuell.de/Alexander Hald

Nach der großen Aufregung um eine Auseinandersetzung auf offener Straße und einem Großeinsatz der Polizei im Stadtbezirk Hedelfingen laufen nun die Ermittlungen,

Stuttgart - Schwarzer Bart, schwarze Haare, schwarzer Mantel: Der Täter einer rätselhaften Auseinandersetzung am Donnerstag in Stuttgart-Hedelfingen ist weiter auf der Flucht. Er soll einen 31-Jährigen mit einer Schusswaffe verletzt haben. Der Betroffene hatte offenbar Glück: Er konnte die Klinik zwischenzeitlich wieder verlassen. „Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen“, sagt Polizeisprecher Stephan Widmann, „nähere Angaben können wir dazu nicht machen.“

Der Fall mitten im Ortszentrum hatte am Donnerstag gegen 15.30 Uhr einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Zeugen meldeten, dass ein Mann nach einer Auseinandersetzung an der Stadtbahn-Endhaltestelle verletzt worden sei. Der mutmaßlich mit einer Pistole bewaffnete Täter wurde beobachtet, wie er in ein Gebäude an der Hedelfinger Straße flüchtete. Nicht irgendein Gebäude – sondern das Bürgerhaus, in dem unter anderem Jugendtreff, Musikschule und Begegnungsstätte untergebracht sind. Die Polizei sperrte das Areal ab und evakuierte das Gebäude unter Feuerschutz.

Bürgerhaus geräumt – aber keinen Täter gefunden

Die Durchsuchung des alten Schulhauses ergab allerdings nichts. Kein Mann in Schwarz jedenfalls. „Wir suchen weiterhin Zeugen“, sagt Polizeisprecher Widmann. Der Gesuchte soll 25 Jahre alt, 1,75 Meter groß und schwarz gekleidet sein. Hinweise werden unter der Telefonnummer 07 11/89 90 - 57 78 von der Kriminalpolizei entgegengenommen.

Der Fall erinnert an eine Auseinandersetzung im April 2019 am Josef-Hirn-Platz. Dort waren ebenfalls Schüsse gefallen – wobei selbst die beiden Verletzten kein Interesse an der Aufklärung der Hintergründe hatten. Am Ende wurde aber doch ein 21-Jähriger ermittelt – und zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

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