Luftangriffe hatten die jemenitische Hauptstadt Sanaa getroffen. Foto: AFP

Nach den Luftangriffen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa hat der Iran die Attacke der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition verurteilt.

Teheran - Der Iran hat die Luftangriffe der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition auf die jemenitische Hauptstadt Sanaa scharf verurteilt. Die Staatengemeinschaft müsse eine Wiederholung „solcher Verbrechen“ verhindern, sagte der iranische Außenamtssprecher Sejed Abbas Musawi am Freitag. Die Koalition hatte am Vortag als Vergeltung für Drohnenangriffe der Huthi-Miliz Stellungen der Rebellen in Sanaa bombardiert.

Huthi-Rebellen hatten sich zu Attacken bekannt

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen hatten sich am Dienstag zu den Attacken auf zwei Ölpumpstationen in Saudi-Arabien bekannt. Die Huthis begründeten die Angriffe mit Saudi-Arabiens Militärintervention im Jemen, die dort zu einer beispiellosen humanitären Krise geführt hat. Die Führung in Riad warf daraufhin dem Iran vor, den Drohnenangriff angeordnet zu haben.

Musawi äußerte sich nicht zu diesem Vorwurf, machte aber die Unterstützer Saudi-Arabiens für dessen Vorgehen im Jemen mitverantwortlich. „Länder, welche die Aggressoren im Jemen durch die Lieferung von Waffen und Bomben an die Koalition unterstützen, haben eine Mitverantwortung für dieses Verbrechen und müssen zur Rechenschaft gezogen werden“, forderte er.

Vier Menschen getötet

Nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen wurden bei den Luftangriffen in Sanaa am Donnerstag vier Menschen getötet und 48 weitere verletzt. Die UNO sprach von fünf toten Kindern und 16 Verletzten. Der Schlagabtausch fällt in eine Zeit erhöhter Spannungen in der Golfregion, da die USA dem Iran die Planung von Angriffen vorwerfen.

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