Füchse kommen inzwischen auch in die Stadt. Doch die Familie eines junger Campers, der in Korb angegriffen und gebissen wurde, vermutet, dass es ein anderes Tier war. Foto: dpa

Ein 21-Jähriger, der in der Nacht auf den 1. Mai in einem Zelt von einem Tier gebissen wurde, wird seitdem im Internet verhöhnt. Seine Familie meint, es könne kein Fuchs gewesen sein. Dafür sei es zu groß gewesen.

Korb - Die Familie eines 21-jährigen Campers, der in der Nacht auf den 1. Mai in Korb (Rems-Murr-Kreis) von einem Tier angegriffen und gebissen wurde, bestreitet vehement die Darstellung der Behörden zu dem Vorfall. Der 21-Jährige werde seitdem im Internet verhöhnt, er habe sich nicht einmal gegen ein kleines Tier zur Wehr setzen können. Auch die Impfung gegen Tollwut werde ins Lächerliche gezogen. „Diese war notwendig. Hätten die Ärzte gewartet und es wäre doch Tollwut, wäre das das Ende für unseren Sohn“, sagte der Vater des 21-Jährigen am Sonntag.

Der Darstellung, es habe sich bei dem Tier mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Fuchs gehandelt, widerspricht der Mann aus Remseck (Kreis Ludwigsburg) energisch. „Auf unserem Gartengrundstück, das auf der Gemarkung Korb liegt, wurde kein Fuchskot gefunden. Wir haben am Samstag mit einem Mitarbeiter des Forstamts den Garten abgesucht und nichts gefunden außer Haar eines Tieres am Eingang.“ Dieses könne aber auch von einem Hund der Familie stammen.

Ein Kissen zur Verteidigung

Der 21-Jährige hatte auf dem Gartengrundstück zusammen mit zwei Freunden in zwei Zelten übernachtet. Der junge Mann lag allein schlafend in einem kleinen Zelt, plötzlich bemerkte er, dass etwas über ihm war. „Das Tier hatte das Zelt aufgerissen. Als mein Sohn seinen Arm in seine Richtung wandte, biss es zu.“ Das Tier habe versucht, den mehr als 1,80 Meter großen Mann aus dem Zelt zu ziehen. „Mein Sohn ist nicht gerade schwach, aber er hat alle Kraft gebraucht, um nicht hinausgezogen zu werden.“

Gegen weitere Bisse, die sich gegen den Kopf richteten, habe sein Sohn ein Kissen vor sich gehalten. Erst als der junge Mann um Hilfe gerufen habe, habe das Tier von ihm abgelassen. „In das Kissen hat das Tier hineingebissen. Daran müssen auf jeden Fall DNA-Spuren sein. Das Ergebnis der Untersuchung soll dieser Tage kommen.“ Was immer seinen Sohn angegriffen habe, er halte es für gefährlich. „Das kann jederzeit wieder passieren.“

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