Der nächtliche Zwischenfall Foto: dpa

Das Tier, das einen 21-jährigen Mann in Korb beim Campen gebissen hat, ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Fuchs gewesen. Wir verraten, welche Spuren die Fachleute zu diesem Urteil gebracht haben.

Korb - Die Bisswunden, die ein junger Mann in der Nacht zum 1. Mai beim Campen auf einem Gartengrundstück in Korb im Rems-Murr-Kreis erlitten hat, stammen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von einem Fuchs. Das hat Frank Lorho, Pressesprecher beim baden-württembergischen Umweltministerium, am Freitag auf Nachfrage bestätigt.

Umweltministerium schaltet sich ein

Das Ministerium hatte am Donnerstag in einer Presseerklärung von dem Vorfall berichtet, bei dem ein 21-Jähriger am frühen Morgen des Maifeiertags laut Polizei am Hals und an der Hand durch Bisse eines zunächst nicht zweifelsfrei identifizierbaren Tiers verletzt worden war. Vermutet wurde anfangs, dass ein Fuchs oder ein Hund der Übeltäter gewesen war. Weil heutzutage auch schnell das Gerücht aufkommt, ein Wolf sei der Angreifer gewesen, hatte sich aber das zuständige Umweltministerium eingeschaltet.

Fuchskot entdeckt

„In solchen Fällen schauen wir lieber ganz genau hin“, erklärte Frank Lorho – selbst wenn ein Wolfsbiss von Beginn an sehr unwahrscheinlich erschienen sei. Deswegen habe man die Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) eingeschaltet. Diese hätten auf dem Grundstück, auf dem der Camper nächtigte, Fuchskot gefunden. Und die Analyse der Bisswunden habe Zahnabstände und Zahndurchmesser ergeben, die stark auf einen Fuchs hindeuteten. Zudem untersuchen die Experten laut Frank Lorho nun noch die Kleidung des jungen Mannes auf Genmaterial wie Speichel oder Haare, welches absolut zweifelsfrei auf die Identität des tierischen Täters schließen ließe.

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