Lässt sich von seinen Fans feiern: Andreas Gabalier am Samstagabend in Stuttgart. Foto: Lichtgut/Oliver Willikonsky

In der vollen Mercedes-Benz-Arena hat Andreas Gabalier am Samstagabend ein fulminantes Konzert gegeben. Bei tropischen Temperaturen spielte er fast drei Stunden lang.

Stuttgart - In Stuttgart ist zugleich Frühlingsfest und Wasen, am Samstagabend, so scheint es. Jedes Dirndl, jede Lederhose weit und breit strebt dem Mercedes-Stadion zu, will Andreas Gabalier sehen, den Superstar des deutschen Volks-Rock‘ n Roll.

Seit dem frühen Abend wechseln sich im Stadion die Vorgruppen ab. Um 19.45 Uhr schließlich kommt Gabalier auf die Bühne. Kameras fangen ihn ein, wie er stramm durch jubelnde Gassen schreitet, muskulös viele Hände schüttelt. Und das Stadion singt: „Oh wie ist das schön!“ Chöre deutscher Stimmen hört der 35-jährige aus Kärnten gerne, daraus macht er kein Hehl.

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Seine Musik, sehr einfach, kraftvoll und gerade, bedient sich mit großem Geschick fast überall. Hinter ihm steht eine Bläsergruppe, die dem Gabalier-Schlager hin und wieder ein paar Takte Disco einhaucht, Sängerinnen, die mit ihren Röcken wedeln, eine Band, die alles von Bryan Adams bis zu Wolfgang Perty zielsicher auf einen Nenner bringt.

Alte Heimatlieder und neue Gassenhauer

In Stuttgart, bei tropischen Temperaturen, schlägt das ein, wie eine Bombe. Andreas Gabalier steht niemals anders als breitbeinig auf der Bühne, seine Arme schlagen den Takt, er spielt das Akkordeon, die hellblaue E-Gitarre, er singt mit markiger Stimme. Er enthält sich aller Botschaften, ärgert sich nur zwischen seinen Liedern nur ein wenig über den Medienwind, der am bodenständigen Buam nichts Gutes lassen will.

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Aber Gabalier rockt lieber, als zu streiten, gibt den Elvis, singt die alten Heimatlieder, die neuen Gassenhauer. 50 000 Menschen singen mit ihm im ausverkauften Stadion: „Hallo Halli Hallo“. Und sie singen, all die Schwaben: „Ja die Steiermark, das ist mei Heimatland. Wir sind froh, dass wir so fesche Dirndl hand.“ Es wird Nacht über Stuttgart, die Telefone leuchten, die Bühne glänzt. Fast drei Stunden dauert das Konzert von Andreas Gabalier.

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