Das Saisonziel Wiederaufstieg wurde geschafft – ansonsten lief beim VfB nicht viel zusammen gegen Darmstadt. Foto: Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart wollte sich mit einem Sieg aus der Saison verabschieden - um den Aufstieg am Abend zu feiern und Mario Gomez den Abschied zu versüßen. Dieses Vorhaben misslang gegen den SV Darmstadt 98 - und wir nennen die Gründe in unserer Analyse „Fünferkette“.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat sich mit einer mäßigen Leistung aus der zweiten Liga verabschiedet. 1:3 hieß es gegen den SV Darmstadt 98, weil die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo es an Entschlossenheit vermissen ließ. Doch das war nicht der einzige Schwachpunkt, wie die Spielanalyse in der Fünferkette aufzeigt.

Spielidee: Der Trainer Pellegrino Matarazzo setzte auf das gleiche System wie beim fulminanten Erfolg in Nürnberg. Doch gegen den SV Darmstadt 98 zündete der VfB Stuttgart nicht. Zu wenig Tempo kam über die Außenpositionen. Auch, weil die Gäste dort die Räume für Nicolas Gonzalez (später Darko Churlinov) und Silas Wamangituka dichtmachten. Durch die Mitte kombinierten die Stuttgarter anfangs nett, aber letztlich fehlte der Zug nach vorne. Zudem war nach einer Stunde zu früh der Dampf bei den Stuttgartern raus, die praktisch schon zuvor als Aufsteiger feststanden.

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Spielentscheidend: Den Stuttgarter ging nach dem Wechsel erst die Spannung und dann die Ordnung verloren. Das 1:2 durch Matthias Bader war die Folge (53.). Mehr als ein zaghaftes Bemühen gab es nach dem erneuten Rückstand vom VfB nicht mehr. Klar, man wollte das letzte Saisonspiel nicht verlieren und Mario Gomez den Abschied mit einem Sieg versüßen, doch um dazu braucht es schon mehr Entschlossenheit und Engagement. Wenigstens glückte Gomez noch der Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 – ein schöner Abschied für den Stürmer, für den jedoch nur der Aufstieg zählt. Die weiteren Tore für die Gäste erzielten Serdar Dursun (32.) und Tobias Kempe (88.).

Spielentscheider: Dimitrios Grammozis brachte eine gut geordnete und top motivierte Mannschaft auf den Platz. Der Trainer des SV Darmstadt 98 war in seinem letzten Spiel für die „Lilien“ auch bis zum Schluss an der Seitenlinie voll im Wettkampfmodus. Sein emotionaler Ausbruch nach der Gelb-Roten Karte für Victor Palsson brachte Grammozis die Gelbe Karte ein (68.). Aber auch danach fand er auf dem Feld die richtige Formation, um als Sieger Stuttgart zu verlassen.

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Wortspiel: „Als Wettkämpfer hat es schon einen bitteren Nachgeschmack, wenn man das letzte Saisonspiel verliert. Doch das geht schnell vorbei, wenn man etwas Abstand gewinnt. Wir wollen jetzt den Aufstieg feiern“, sagte Pellegrino Matarazzo. Dabei war der Trainer aber noch nicht in Partylaune, denn während die Mannschaft außerhalb des Stadions von den Fans gefeiert wurde, musste er in der Arena die Niederlage gegen die Darmstädter analysieren. Aber anschließend startete die kleine Aufstiegssause auch für Matarazzo in der Kabine. „Danach geht es in einem Restaurant weiter“, sagte Matarazzo.

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Spielplan: Voraussichtlich Mitte September geht es für den VfB in der Bundesliga um Punkte weiter. Es ist die ersehnte Rückkehr ins Oberhaus, noch muss der Ligaverband DFL aber den ersten Spieltag terminieren. „Ich freue mich darauf, mich mit den Besten zu messen“, sagte der Trainer Pellegrino Matarazzo.

In der Bilderstrecke haben wir einige Impressionen rund um die Partie zusammengestellt.

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