Nach Schleifarbeiten dröhnt die S-Bahn in Leonberg-Höfingen stellenweise unerträglich. Dass das Problem nicht von selbst verschwindet, ist nun klar. Besserung ist in Sicht.
Lauter Bahnlärm macht seit einigen Wochen Höfinger Anwohnern in der Nähe der S-Bahnbrücke am Schlossberg zu schaffen. Die Bahn hatte dort die Schienen geschliffen – seitdem gab es stets ein heftiges, hohl klingendes Geräusch, wenn ein Zug in Richtung Leonberg auf die Brücke fuhr. Die Information der Bahn auf Nachfrage sowohl von Anwohnern als auch unserer Zeitung war bislang: Das gibt sich mit der Zeit.
S-Bahn-Lärm in Höfingen: Von alleine wird er nicht leiser
Allerdings scheint sich das Thema nun doch nicht von alleine zu erledigen. Wie die Bahn mit Verzögerung auf eine Anfrage mitteilt, hat man sich vor Ort nun doch nochmals ein Bild der Sache gemacht – um infolgedessen zurück zu rudern.
„Es ist zwar üblich, dass nach einem Schleifen der Schienen Geräusche entstehen. Diese hören aber in der Regel nach einiger Zeit auf, wenn sich Rad und Schiene wieder aufeinander eingespielt haben“, fasst ein Bahnsprecher zusammen. Aber: „In diesem besonderen Fall blieben die Geräusche aber bestehen.“ Die DB InfraGO habe die Örtlichkeit deshalb noch einmal inspiziert und dabei festgestellt, dass das „Schleifbild der Schienen nicht ideal“ sei.
„Die DB InfraGO plant deshalb, im Zeitraum zwischen dem 24. und 28. April die Schienen nachzubearbeiten“, kündigt der Sprecher an. Man gehe davon aus, „dass dann im Anschluss keine Geräusche mehr auftreten“. Für die Anwohner am Schlossberg und in den umliegenden Straßen ist dies eine gute Nachricht. Sie können nun hoffen, dass auch ihre Nächte ruhiger werden.
„Das Schleifbild der Schienen ist nicht ideal“ – doch Besserung ist in Sicht
Denn der Krach, der kam von heute auf morgen. „Die Brücke ist erst vor ein paar Jahren saniert worden“, wunderte sich ein Anwohner, als das Lärmproblem von jetzt auf nachher aufgetreten war. Gut möglich, dass er nun auch relativ zügig wieder verschwindet – nur eben nicht von alleine.