Die Polizei ermittelt gegen eine Gruppe Jugendlicher. Foto: dpa

Eine Gruppe Jugendlicher soll eine Frau und ihre Tochter angegangen haben. Ein Zeuge gibt einen wertvollen Hinweis – eine S-Bahn wird daraufhin von der Polizei gestoppt.

Eine 33-Jährige ist am Mittwoch am Ditzinger Bahnhof beleidigt worden. Wie die Polizei mitteilt, hatte ein aufmerksamer Reisender gegen 14.10 Uhr die Bundespolizei dazu über eine auffällige Gruppe Jugendlicher in einer S-Bahn am Bahnhof Ditzingen informiert. Der Reisende gab an, dass die Personen auf eine Täterbeschreibung einer wenige Tage zuvor veröffentlichen Mitteilung der Bundespolizei passen würden. Die Bundespolizei hatte über einen Angriff auf eine Rollstuhlfahrerin in der S-Bahn berichtet.

 

Nach der Information des aufmerksamen Reisenden wurde angeordnet, dass die S-Bahn bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte am Bahnhof Ditzingen stehen bleibt. Noch in der stehenden S-Bahn sollen die Jugendlichen dann die 33-Jährige verbal belästigt haben.

Ermittlungsverfahren gegen vier Jugendliche eingeleitet

Als die Frau die Jugendlichen aufforderte, sie in Ruhe zu lassen, beleidigten die Tatverdächtigen die amerikanische Staatsangehörige und spuckten nach ihr. Die eintreffende Polizei traf die vier Tatverdächtigen im Alter von zwölf bis 14 Jahren an und kontrollierte sie. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beleidigung eingeleitet.

Der aufmerksame Reisende hatte sich auf eine Meldung bezogen, nach der am Montag eine 30-jährige Frau und ihre Tochter gegen 11.45 Uhr in einer S 60 Richtung Weil der Stadt unterwegs gewesen war und von Unbekannten angegangen wurde. Während der Fahrt sollen fünf bis sechs unbekannte Tatverdächtige in der Bahn geraucht haben. Als die 30-jährige Rollstuhlfahrerin die Jugendlichen auf ihr Fehlverhalten angesprochen hat, soll sie in türkischer und russischer Sprache beleidigt worden sein. Das berichtet die Polizei. Zudem soll sie bespuckt, mit Sonnenblumenkernen beworfen sowie geschlagen worden sein.

Opfer in S-Bahn muss sich beinahe übergeben

Die Frau spürte nach eigenen Aussagen so großen Ekel, dass sie sich fast übergeben musste. Eine unabhängige Zeugin bemerkte den Vorfall und verständigte die Polizei. Die Jungen sollen in Leonberg und Rutesheim aus der S-Bahn geflohen sein. An der Haltestelle in Renningen wurde die ukrainische Staatsangehörige mit ihrer Tochter von der Bundespolizei empfangen und befragt.