Der Deutsch-Grieche Ioannis Delakos übernimmt in Holzgerlingen den Führungsstab. Foto: factum/Bach

Kandidatenkarussell:
Die Urnengänge sind spannend, weil es keine echten Favoriten gibt. In Holzgerlingen ist die Entscheidung bereits gefallen. Dort war das Bewerberfeld kleiner.

Böblingen - In Holzgerlingen war es völlig offen, wer das Rennen um die Nachfolge von Wilfried Dölker macht. Eigentlich war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Revierförster Achim Klausner und dem Ersten Beigeordneten und Kämmerer von Holzgerlingen, Ioannis Delakos, erwartet worden. Dass das Ergebnis für Delakos nun so klar ausfällt, kommt für alle überraschend. Der Deutsch-Grieche hat sich im Wahlkampf jedoch bravourös geschlagen und Vorurteile wegen seiner griechischen Herkunft mit Witz und Souveränität ausgeräumt. Delakos steht für Kontinuität, auch wenn er manches „ein bisschen anders machen“ möchte, wie er sagt. Mit der Ankündigung, die Stadt behutsamer wachsen zu lassen und die Bürger mehr als bisher in die Entscheidungen einzubinden, hat er zahlreiche Stimmen gewonnen.

Zweiter Wahlgang in Nufringen

Auch die Amtsinhaberin Ulrike Binninger trat nicht mehr an. In Nufringen war das Bewerberfeld weitaus größer, weshalb ein zweiter Wahlgang keine Überraschung ist. Zwar hat der Hauptkommissar Ingolf Welte die Nase nach dem ersten Urnengang unerwartet deutlich vorn, doch die Karten werden nun neu gemischt. Eine Chance kann sich deshalb die Zweitplatzierte Stefanie Widmann ausrechnen – wenn sie es schafft, weitere Sympathiepunkte zu gewinnen und die Stimmen der anderen Kandidaten einzusammeln, von denen manche wohl nicht mehr antreten.

Ein lokaler Machtkampf tobt zudem in Magstadt mit einem ähnlich großen Bewerberfeld. Der Amtsinhaber kandidiert ebenfalls nicht mehr und der Wahlausgang gilt ebenfalls als ziemlich offen. Auch dort steht ein spannender Urnengang bevor.

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