Die provisorischen Ampeln am Österreichischen Platz werden bald ausgetauscht. Foto: Martin Elbert/kesseltv

Aufmerksame Fußgänger in der Stuttgarter Innenstadt werden sie schon entdeckt haben. Seit einigen Tagen stehen im Zuge der Sanierung am Österreichischen Platz Ampeln mit Ost-Ampelmännchen.

Stuttgart - Knapp 30 Jahre nach der Wiedervereinigung weht ein Hauch von Ost-Nostalgie durch die Straßen der Landeshauptstadt. Wer in den vergangenen Tagen zu Fuß an der Baustelle am Österreichischen Platz unterwegs war, wird sich verwundert die Augen gerieben haben. Dort steht nämlich eine Ampel mit einem besonderen Lichtsignal. Anstatt des gewöhnlichen Motivs weisen die aus DDR-Zeiten stammenden Ost-Ampelmännchen Fußgängern den Weg.

Ost-Ampelmännchen statt Äffle und Pferdle

„Es handelt sich um ein sogenanntes Ampelprovisorium“, erklärt Jana Steinbeck von der Stadt Stuttgart auf Nachfrage. Aufgrund der Baustelle steht dort derzeit eine Ersatzampel und das zuständige Unternehmen habe aktuell nur diese Ampeln zur Verfügung. „Die Ost-Ampelmännchen sind laut Straßenverkehrsordnung (StVO) erlaubt“, sagt Steinbeck. Im vergangenen November hatte das Rathaus die Hoffnungen auf eine Äffle- und Pferdle-Ampel in Stuttgart zunichte gemacht, da diese nach der StVO nicht zulässig sei. Fans der schwäbischen Kultfiguren hatten mit einer Petition über 12 000 Unterschriften gesammelt und diese an die Stadt übergeben – ohne Erfolg.

Allerdings sollen die Ost-Ampelmännchen am Österreichischen Platz demnächst wieder ausgetauscht werden. Es sei aber wohl das erste Mal, dass diese in der Kesselstadt eingesetzt wurden. Bisher waren die Ost-Männchen nur als beliebtes Souvenir-Motiv von Berlin-Urlaubern auf den Straßen Stuttgarts zu sehen. In Ludwigsburg sind sie bereits vor vielen Jahren installiert worden.

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