Kein Tag ohne öffentliche Scharmützel in der Ampel – es geht um Maximalforderungen zum Haushalt. Hinter den Kulissen verhandelt das Spitzentrio Scholz, Habeck, Lindner (v. re.). Foto: dpa/Kay Nietfeld

Kurz vor dem geplanten Ende der Sparhaushaltsberatungen bläst die SPD zum Frontalangriff auf den Bundesfinanzminister, meint unser Autor Wolfgang Molitor.

Die SPD-Chefin spricht von einem „historischen Fehler“. Sie unterstellt dem Bundesfinanzminister, Deutschland mit seinem „rigiden Sparkurs“ zu lähmen. Drunter tut es Saskia Esken nicht. Der von den Jusos und der Senioren-Arbeitsgemeinschaft 60 plus flankierte linke Flügel der SPD-Fraktion hält Lindners Haushaltsvorgaben sogar für „eine Geisterfahrt in ökonomischer, ökologischer und demokratischer Hinsicht“. Dass sie ein Mitgliederbegehren gegen Lindners Kürzungsvorschläge auf den Weg bringen wollen, soll den Druck auf den stummen Kanzler verstärken, seinen liberalen Kassenwart in die Koalitionsschranken zu weisen.