Sascha Girke (rechts) und Dariush Beigui der Seenotretter-Gruppe Iuventa10 sprechen bei der Bekanntgabe der Träger des Menschenrechtspreises. Foto: dpa/Britta Pedersen

Weil sie geflüchtete Menschen vor dem Ertrinken gerettet hätte und ein Vorbilder für menschenrechtliches Engagement sei, zeichnet Amnesty International die Seenotretter-Gruppe Iuventa10 mit dem Menschenrechtspreis aus. Die italienische Justiz sieht das anders.

Berlin - Die Seenotrettungscrew Iuventa10 erhält den Menschenrechtspreis von Amnesty International in Deutschland. Sie hätten geflüchtete Menschen im Mittelmeer vor dem Ertrinken gerettet und seien Vorbilder für menschenrechtliches Engagement, begründete die Menschenrechtsorganisation am Dienstag in Berlin ihre Entscheidung. Die italienische Justiz ermittele seit Monaten gegen zehn ihrer Mitglieder – „auf Grundlage haltloser Vorwürfe“. Ihr Engagement müsse unterstützt und nicht kriminalisiert werden. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Mit dem Menschenrechtspreis zeichnet die deutsche Sektion von Amnesty International alle zwei Jahre Persönlichkeiten und Organisationen aus, die sich unter schwierigen Bedingungen für Menschenrechte einsetzen. Ziel des Preises ist es, das Engagement dieser Menschen zu würdigen, sie zu unterstützen und ihre Arbeit in der deutschen Öffentlichkeit bekannter zu machen. Die Verleihung findet am 22. April im Gorki-Theater in Berlin statt.

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