Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem JU-Bundesvorsitzenden Philipp Mißfelder. Foto: dpa

Gerade einmal drei Monate war der CDU-Abgeordnete Mißfelder Amerika-Beauftragter der Kanzlerin. Jetzt gibt er sein Amt auf. Begründung: Er will lieber Schatzmeister der NRW-CDU sein.

Gerade einmal drei Monate war der CDU-Abgeordnete Mißfelder Amerika-Beauftragter der Kanzlerin. Jetzt gibt er sein Amt auf. Begründung: Er will lieber Schatzmeister der NRW-CDU sein.

Berlin - Der Koordinator der Bundesregierung für die transatlantischen Beziehungen, Philipp Mißfelder, gibt sein Amt nach nur drei Monaten auf. Dies sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag in Berlin und bestätigte damit einen Bericht der „Welt“. In der Zeitung begründete der 34-Jährige seinen Verzicht damit, dass er Ende April Schatzmeister der nordrhein-westfälischen CDU werden will.

Mißfelder war zuletzt durch einen anderen Nebenjob in die Kritik geraten. Durch die Veröffentlichung des Bundestags wurde bekannt, dass er neben seinen Abgeordneten-Bezügen als „strategischer Berater“ des Kunstbuch-Verlags teNeues mehr als 100 000 Euro pro Jahr verdient. Damit gehört der Vorsitzende der Jungen Union (JU) zu den Bestverdienern im Parlament.

Mißfelder begründete seinen Abschied jedoch ausschließlich mit dem zusätzlichen Parteiposten in NRW. Er wolle jeden Anschein einer Interessenkollision vermeiden. „Ich halte das Parteiamt eines Landesschatzmeisters für unvereinbar mit der Aufgabe als Amerikabeauftragter im Auswärtigen Amt.“ Für die Wahl auf einem Landesparteitag am 26. April ist er bislang der einzige Kandidat.

Im Sommer tritt Mißfelder nach mehr als einem Jahrzehnt auch als JU-Vorsitzender ab. Mit 35 Jahren ist er dann zu alt.

Das Amt als Koordinator für die transatlantischen Beziehungen hatte der CDU-Abgeordnete erst im Januar übernommen. Das Verhältnis zu den USA ist durch die Ausspäh-Aktionen des amerikanischen Geheimdienstes NSA, der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bespitzelte, seit Monaten belastet. Wer die Aufgaben künftig übernehmen soll, steht noch nicht fest.

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