Die Fußballer der Sportfreunde Stuttgart aus der Kreisliga A im Sommer 2019 – im Hintergrund ist der Fernsehturm sowie ein Flutlichtmast des Gazistadions zu sehen. Foto: Guenter E. Bergmann

In der Welt des Sports gibt es reichlich Absurdes, Seltsames und Lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute sind die Sportfreunde Stuttgart unsere Sportsfreunde, weil sie auch in diesen Tagen nicht den Humor verloren haben.

Stuttgart - Beim VfB Stuttgart brennt der Baum, und das noch lange nach Weihnachten. Das (mediale) Feuer ist unglaublich hell, weil direkt und selbst nur indirekt Beteiligte mit einer fanatischen Inbrunst agieren, wie sie sonst nur Kleinkinder beim Kampf um einen Schokoriegel an der Supermarktkasse vollführen. Da lässt der eine eine Bombe platzen, dann legt der andere entzündliches Material nach, schließlich heizen weitere das Feuer mit dem Blasebalg an. Diesen Großbrand dürften nicht nur die Mitglieder des Fußball-Clubs aus Cannstatt, sondern alle Sportsfreunde in und um Stuttgart mitbekommen haben.

So auch die Sportfreunde (ohne „s“ in der Mitte) aus Stuttgart-Degerloch. Die können sich vorstellen, dass viele Mitglieder des VfB ziemlich genervt sind von der Auseinandersetzung in der Führungsetage, also laden sie per Inserat auf Twitter jene VfB’ler ein, einfach den Verein zu wechseln – die Sportfreunde bieten „einen chilligen Präsi, null offene Briefe in der Vereinshistorie, 100 Prozent safe Mitgliederdaten (lagern bei Moni im Spind), drei Derbys pro Jahr in 100 Meter Umkreis sowie eine geischdeskranke Rote Wurst.“ Vor allem die Rote Wurst mag für einen Fan der Roten aus Cannstatt verlockend sein, dennoch dürfte die Chance, VfB-Mitglieder abzuwerben, verschwindend gering sein. Das liegt keinesfalls an der Attraktivität des Angebotes oder an den Sportfreunden selbst – das Vereinsgelände des Clubs liegt jedoch direkt neben dem Gazistadion, wo die Stuttgarter Kickers ihre Heimspiele austragen. Und in die Nähe der Blauen geht kein Roter freiwillig.

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