Der Spielplatz mit Aussicht an der Klippeneckstraße wird ganz neu gestaltet. Foto: Jürgen Brand

In den vergangenen Wochen ist nicht nur der Spielplatz im Raitelsberg abgebaut worden, sondern auch einer am Plettenberg in Gaisburg. Dank des Engagements von Anwohnern und der Bezirksvorsteherin wird der Platz jetzt neu gestaltet.

S-Ost - Die Spielplätze im Stuttgarter Osten beschäftigen gerade viele Eltern, Anwohner, Politiker, die Bezirksvorsteherin und natürlich das Garten-, Friedhofs- und Forstamt. An der Parkstraße im Quartier Raitelsberg war wie berichtet in der Karwoche der Spielplatz einer ehemaligen Kita abgebaut worden, den die Anwohner gerne genutzt hätten. In der kommenden Woche wird sich der Bezirksbeirat Stuttgart-Ost damit beschäftigen. Und auch im Gebiet Plettenberg im Stadtteil Gaisburg hat der Abbau von Spielgeräten für Aufregung unter den Anwohnern gesorgt. Dort laufen aber inzwischen die Arbeiten für eine Neugestaltung des direkt am Weinberg gelegenen Platzes mit schöner Aussicht über Gaisburg hinüber zum Burgholzhof.

Die Spielgeräte waren schon abgebaut

Das Aus für diesen Spielplatz an der Klippeneckstraße war eigentlich schon beschlossene Sache. Bei einer Überprüfung hatten Mitarbeiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes gravierende Sicherheitsmängel an den Spielgeräten festgestellt. Um Unfälle zu vermeiden, waren diese rasch abgebaut worden. Und weil das Amt unter chronischem Geld- und Personalmangel leidet, sollte der Platz insgesamt aufgegeben werden.

Das gefiel aber einer in dem Gebiet tätigen Tagesmutter überhaupt nicht. Wo sollte sie bei schönem Wetter mit ihren Schützlingen hin? Andere Eltern unterstützten sie. Alle zusammen organisierten eine Unterschriftenaktion im Wohngebiet Plettenberg und informierten vor allem auch die Bezirksvorsteherin von Stuttgart-Ost, Tatjana Strohmaier. Sie organisierte einen Ortstermin mit den Anwohnern und Vertretern des Gartenamts. Dabei wurden die Wünsche der Anwohner und die Möglichkeiten des Amtes besprochen und es wurde auch klar, dass sich freiwillige Paten für den Spielplatz finden würden.

Dank dieses Engagements konnte dieser Spielplatz tatsächlich gerettet werden. Seit einigen Tagen ist der Platz Baustelle und wird umgestaltet, eine neue Rutsche liegt schon für den Einbau bereit. Weitere werden wohl folgen, auch einen Sandkasten wird es wieder geben.

Schönes Beispiel für Engagement

Für die Bezirksvorsteherin Tatjana Strohmaier ist der Plettenberg-Spielplatz ein schönes Beispiel dafür, wie durch vorbildliches Engagement der Bürger etwas bewegt werden kann. Strohmaier ist selbst seit vergangenem Jahr Mutter. Die Spielplätze im Stadtbezirk liegen ihr aber schon seit ihrem Amtsantritt besonders am Herzen. Eine ganze Reihe davon ist in erbärmlichem Zustand, das Gartenamt kommt mit Reparaturen und Erneuerungen gar nicht hinterher. Deswegen sucht Strohmaier auf ganz unterschiedliche Weise Unterstützung, um die Spielplatzsituation in Stuttgart-Ost zu verbessern.

Einen ganz wichtigen Partner dafür haben das Gartenamt und sie in den Stuttgarter Lions-Clubs gefunden. Die stellen den Erlös ihres alljährlichen Weihnachtsmarktstandes – in der Regel ein fünfstelliger Betrag – schon seit vielen Jahren für die Sanierung von Spielplätzen in den Innenstadtbezirken zur Verfügung. Seit einigen Jahren wird dabei das Hauptaugenmerk auf Plätze im Osten gelegt. So konnten bereits die Spielplätze an der Ecke Strombergstraße/Kniebisstraße und am Luisenplatz saniert werden. In diesem Jahr soll der sogenannte Lidl-Spielplatz an der Welzheimer Straße in Gaisburg folgen.

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