Das WLAN ist für Schulen grundlegend wichtig geworden. Foto: dpa/Armin Weigel

Das lange Warten auf eine bessere Versorgung mit WLAN soll am Marbacher Friedrich-Schiller-Gymnasium ein Ende haben. Die Weichen dafür stellt die Stadt Marbach.

Marbach - Wer an der Notwendigkeit der Digitalisierung von Schulen noch Zweifel hatte, kann sie seit Corona nicht mehr haben. Die aktuelle Krise hat gezeigt, wie wichtig eine gute und zeitgemäße Ausstattung, wie wichtig schulisches WLAN ist. Der Verwaltungsausschuss Marbach hat in seiner jüngsten Sitzung die Verwaltung beauftragt, im Rahmen der Medienentwicklung für Schulen die Einrichtung von schulischem WLAN am Friedrich-Schiller-Gymnasium (FSG) in Abstimmung mit der Schulleitung auszuschreiben und einzurichten. Außerdem soll ein Zuschussantrag aus dem Programm „DigitalPakt Schule 2019 – 2024“ gestellt werden. Damit geht eine lange Zeit der Vorbereitung zu Ende. Denn bereits vor zwei Jahren hat das Gremium die Firma Citrus CS Communications Systems aus Pleidelsheim mit den Planungen und der Erstellung eines Konzeptes für die Verbesserung der Kabelinfrastruktur und dem Einrichten von WLAN im Schulzentrum beauftragt. Anfang 2019 wurden die Schulen von der Verwaltung gebeten, sich mit der Erstellung eines Medienentwicklungsplans zu beschäftigen, der Grundlage für eine Gewährung von Zuschüssen aus dem DigitalPakt ist. Am 8. Januar hat die Schule besagten Plan beim Landesmedienzentrum zur Freigabe eingereicht, am 19. Februar wurde grünes Licht gegeben. Läuft alles nach Plan kann das flächendeckende WLAN bis Ende des Jahres in Betrieb gehen, sagte Andreas Langjahr, Systemberater für Netzwerktechnik bei der Firma CS Communication Systems. Man habe das Gebäude und die vorhandene Verkabelung genau untersucht und das Funkfeld vermessen, „Wir brauchen 75 Versorgungspunkte, damit die Schule komplett ausgestattet ist.“

Für Thomas Schöllkopf, Mitglied des Schulleitungsteams und am FSG für den Bereich technische Ausstattung zuständig, hat mit dem Ja des Verwaltungsausschusses zu der Maßnahme endlich das lange Warten ein Ende. „Wir scharren schon mit den Hufen, dass es los geht“, sagt Schöllkopf. Die Ausstattung sei die Voraussetzung für Lehrer und Schüler, in der Digitalisierung mitzumachen. „Unser WLAN ist elf Jahre alt und hat große Löcher. Manche Räume sind gut versorgt, andere gar nicht, da nutzen die Kollegen ihre privaten Geräte, um einen Hotspot aufzubauen“, berichtet er im Gespräch mit unserer Zeitung. Man wolle die Digitalisierung nutzen, um den Unterricht zu ergänzen. „Wir werden aber nicht nur digital unterrichten, sondern da, wo es Sinn macht.“

Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf geschätzte 212 000 Euro. Die Stadt als Schulträger muss einen Eigenanteil von rund 20 Prozent tragen, rund 52 000 Euro muss das FSG über den Schuletat stemmen – vorausgesetzt es gibt einen Zuschuss. Das FSG, das wurde in der Sitzung klar, soll der Anfang sein. Auch die anderen Marbacher Schulen werden nach und nach in Sachen Digitalisierung fit gemacht.

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