Welche Investitionen sind trotz leerer Kassen und der Unsicherheit ob zahlreicher Krisen in der Welt überhaupt noch angemessen? Diese Frage schwang auch in der jüngsten Sitzung des Herrenberger Stadtparlaments mit, als über die Planung zur Umgestaltung des Rose-Platzes diskutiert wurde.
Eine deutliche Mehrheit befand schlussendlich, dass die beauftragten Landschaftsarchitekten von „fakturgruen“ in die nächste Planungsphase einsteigen sollen. Das Freiburger Büro hatte 2024 einen Wettbewerb zur Gestaltung von Freiräumen in der Herrenberger Innenstadt gewonnen, bei dem unter anderem Aspekte wie Barrierefreiheit, Anpassung an den Klimawandel durch Entsiegelung, Verschattung, Begrünung sowie der Umgang mit Wasser berücksichtigt werden mussten.
Woher der Rose-Platz in Herrenberg seinen Namen hat
Der Gemeinderat hatte daraufhin beschlossen, den Platz, der an den Reinhold-Schick-Platz grenzt und quasi den Eingang zur Fußgängerzone bildet primär anzugehen. Seinen Namen erhielt der Rose-Platz von dem Gasthaus „Zur Rose“, das an ebenjener Stelle vor einigen Jahren abgerissen worden war.
Bei der weiteren Konkretisierung müssen die Planer allerdings „relevante Einsparungen aufzeigen“. So hat es Herrenbergs Oberbürgermeister Nico Reith (parteilos) in seinem abgeänderten Beschlussantrag formuliert, nachdem sich in der vorangegangenen rund eineinhalbstündigen, intensiven Debatte klar herauskristallisiert hatte, dass eine Mehrheit die zum aktuellen Planungsstand geschätzten Kosten in Höhe von mindestens 1,3 Millionen Euro – abzüglich einer möglichen Förderung von 200 000 Euro – als zu hoch einschätzt.
Entscheidung über Rose-Platz in Herrenberg soll im Juli fallen
Final soll der Gemeinderat in seiner Juli-Sitzung darüber entscheiden, ob die Umgestaltung kommt – und wenn ja, in welchem Umfang. Wenn der Beschuss zu diesem Zeitpunkt erfolgt, hält Tiefbauamtsleiter Daniel Graf eine Umsetzung bis Ende 2027 und damit bis zum Stadtjubiläum 2028 für möglich. „Ein Jahr Zeit für so einen Platz ist realistisch“, meinte er.