Wurde die Pflegerin von einem 47-Jährigen zu den Taten angestiftet? (Symbolbild) Foto: dpa

Ein Mann aus Ellwangen soll die Pflegerin, die mehrere Senioren in einem Altenheim in Göppingen sexuell misshandelt haben soll, dazu angestiftet haben. Der 47-Jährige sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Göppingen - Im Fall sexueller Misshandlungen in einem Pflegeheim bei Göppingen gibt es einen weiteren Tatverdächtigen. Wie die Staatsanwaltschaft in Ulm auf Anfrage mitteilte, handelt es sich um einen Mann aus Ellwangen. Er stehe im Verdacht, die 47 Jahre alte Hauptverdächtige zu dem Missbrauch an den schwer dementen Senioren angestiftet zu haben. Zuvor hatte der SWR über den Verdächtigen berichtet.

Im Februar war die Pflegerin festgenommen worden. Sie soll im Jahr 2017 zwei Männer und vier Frauen im Alter von 75 Jahren bis 91 Jahren sexuell misshandelt haben. Davon habe sie Videos und Fotos angefertigt.

Gegen den nun ins Visier der Ermittler gerückten Mann aus Ellwangen ist laut dem SWR eine Klage vor dem Landgericht Tübingen erhoben worden. Von der Staatsanwaltschaft in Ulm hieß es am Montag dazu, der Mann befinde sich zurzeit wegen eines Verfahrens der Staatsanwaltschaft Tübingen in Untersuchungshaft.

Ermittlungen führten auf die Spur der Pflegerin

Die mutmaßlichen Übergriffe auf die Senioren spielten sich zwischen August und Oktober 2017 ab. Die Ermittlungen in dem Fall nahmen ihren Anfang mit der Festnahme eines 47 Jahre alten Verdächtigen im vergangenen Jahr. Ermittlungen gegen ihn wiederum führten die Polizei auf die Spur der Pflegerin. Sie soll die Videos und Fotos von den Misshandlungen der Senioren für den Mann aus Tübingen gemacht haben.

Die Pflegerin gehörte als feste Teilzeitkraft zu einem Team von 21 Mitarbeitern, das sich um 16 schwer an Demenz erkrankte Senioren kümmert. Insgesamt betreut ein Verein in dem betroffenen Heim mit rund 100 Mitarbeitern 90 Senioren.

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