Julian Schieber hat dem VfB im Februar 2011 das Leben schwer gemacht. Foto: dpa

Der 1. FC Nürnberg ist kein leichter Gegner für den VfB Stuttgart. Das beweist ein Blick zurück – vor allem auf den 12. Februar 2011.

Stuttgart - In Summe kann sich der VfB Stuttgart vor dem wichtigen Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg einigermaßen zurücklehnen. Die Stuttgarter haben in der Vergangenheit in der Gesamtbilanz 40 mal gegen die Franken gewonnen, es gab 19 Unentschieden und 24 Niederlagen. Elf davon allerdings haben die Nürnberger den Stuttgartern vor eigenem Publikum zugefügt. Und ganz fürchterlich war das am 22. Spieltag der Saison 2010/2011. Da machten die Gäste den VfB auf dem Wasen kurzerhand mit 4:1 (2:1) platt.

In der 11. Minute markierte Timmy Simons bereits den ersten Treffer für die Nürnberger. 17. Minuten später erhöhte ausgerechnet Julian Schieber auf 2:0. Den Angreifer hatten die Stuttgarter an die Nürnberger ausgeliehen – welch Ironie des Schicksals. Patrick Funks Anschlusstreffer kurz vor dem Pausenpfiff brachte die Schwaben zwar wieder zurück ins Spiel. Doch kurz nach dem Wechsel machte Timothy Chandler das 3:1, und elf Minuten später sorgte Mehmet Ekici für die Vorentscheidung – 4:1! Eine ganz bittere Pille für den VfB.

Ein Tor, eine Vorlage

Schieber war sehr gut in Form und hatte einen wesentlichen Anteil am Erfolg seiner Mannschaft. Er schoss nicht nur ein Tor, er bereitete ein weiteres sogar noch vor. Am linken Flügel versetzte er Serdar Tasci, hatte dann freie Bahn und bediente Chandler mit einem blitzsauberen Querpass ins Zentrum. Mit diesem Treffer zum 3:1 war dem VfB, der insgesamt einen mutlosen Auftritt ablieferte, der Zahn gezogen.

Diese Niederlage brachte die Stuttgarter in schwere Abstiegsnöte. Und so könnte es auch am Samstag wieder sein, sollten die Cluberer gewinnen – also erwartet den VfB ein wirklich wichtiges Finale im Abstiegskampf. Bei einer weiteren Niederlage wäre der als Strohalm geltende Relegationsplatz für die Stuttgarter in Gefahr. Zum Glück kickt Schieber beim FCN nicht mehr mit...

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: