Schmettert auch künftig für Stuttgart: Krystal Rivers. Foto: Pressefoto Baumann

Warum Krystal Rivers, eine der begehrtesten Volleyballerinnen in Europa, ihren Vertrag bei dem ambitionierten Bundesligisten Allianz MTV Stuttgart um ein weiteres Jahr verlängert hat.

Stuttgart - Positive Nachrichten sind umso schöner, wenn sie unerwartet kommen. Die Verantwortlichen bei Volleyball-Bundesligist Allianz MTV Stuttgart hatten nicht damit gerechnet, ihre Kapitänin Krystal Rivers (26) ein weiteres Jahr halten zu können. Zu stark waren die Leistungen der Diagonalangreiferin in der Champions League, in der sie sich zur zweitbesten Punktesammlerin der Gruppenphase schmetterte. Danach gehörte die US-Amerikanerin zu den begehrtesten Spielerinnen in Europa, erhielt entsprechend lukrative Angebote – und verlängerte nun trotzdem ihren Vertrag in Stuttgart. „Sie verzichtet auf viel Geld, um hier zu bleiben“, sagt Kim Renkema, „für uns ist das natürlich überragend.“

Ziemlich überrascht war die MTV-Sportdirektorin, als Stefano Barbieri, der italienische Berater von Rivers, ihr vor ein paar Tagen signalisierte, dass seine Spielerin sich unter gewissen Voraussetzungen vorstellen könne, in Stuttgart zu bleiben. Diese Bedingungen – unter anderem eine kleine Gehaltserhöhung (aktuell verdient Rivers eine mittlere fünfstellige Summe netto plus Auto und Wohnung) – erfüllte der Verein umgehend. „Natürlich haben wir möglichst schnell zugegriffen“, sagt Renkema, „sie hätte im Ausland ein Vielfaches verdienen können, da darf man nicht lange nachdenken.“

Rivers: „Sportlich geht noch mehr“

Das hat Krystal Rivers getan – und sich letztlich für ein viertes Jahr in der Bundesliga entschieden. „Stuttgart fühlt sich für mich wie ein Zuhause an. Das ist gerade im Hinblick auf die momentane Situation in der Welt sehr wichtig, deshalb macht es Sinn zu bleiben“, sagt die Diagonalangreiferin. „Ich habe hier ein Umfeld, in dem ich mich weiterentwickeln kann und geborgen fühle. Und sportlich geht auch noch mehr.“

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Davon ist Kim Renkema ebenfalls überzeugt, erst recht nach der Vertragsverlängerung ihrer Starspielerin. „Das erleichtert vieles, schließlich gibt es in ihrer Preisklasse nicht annähernd jemanden auf ihrem Niveau“, erklärt die MTV-Sportchefin, die nun die Kaderplanung für die nächste Saison mit neuer Zuversicht vorantreiben kann: „Die wichtigste Aufgabe ist erledigt. Mit Krystal Rivers wird es viel einfacher, unsere sportlichen Ziele aufrecht zu erhalten. Das erleichtert natürlich auch die Gespräche mit den anderen Spielerinnen. Wir werden diesmal keinen größeren Umbruch im Kader haben.“

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