Für Sarah Wilhite, Madison Bugg und Jana Poll (v. li.) beginnen an diesem Sonntag die Play-offs mit Allianz MTV Stuttgart. Foto: Baumann

Am Sonntag starten die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart ihre nächste Titelmission. Nachdem aus dem Pokalsieg nichts wurde, soll nun der Meistertitel her. Schon die erste Aufgabe in den Play-offs hat es aber in sich.

Stuttgart - So ganz ohne Sorgen starten die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart ja nicht in die Play-off-Spiele um die Deutsche Meisterschaft – obwohl das Team als Erster der Hauptrunde die beste Ausgangsposition hat. „Der Vorverkauf läuft bislang nicht so gut“, klagt Kim Renkema, die Sportliche Leiterin des MTV, die sich für das erste Spiel in den Play-offs aber „eine volle Halle“ wünscht. Los geht’s in der Scharrena am Sonntag um 15.30 Uhr.

Gegner ist dann der VC Wiesbaden, der so ein bisschen als Mogelpackung nach Stuttgart kommt. Auf dem Papier reisen die Gäste als Achter der Hauptrunde an, Kim Renkema aber sagt: „Das ist nicht das Duell Erster gegen Achter.“ Schaut man nur auf die Rückrunde, belegt der VC Wiesbaden nämlich Rang drei – und hat zuletzt starke Gegner wie den Dresdner SC oder den SSC Schwerin geschlagen. Aus den letzten sieben Spielen gab es gar sechs Siege. „Es wird kein Selbstläufer“, warnt Renkema daher. Dennoch überwiegt die Zuversicht.

Mannschaft hat regeneriert und trainiert

Die Niederlage zum Abschluss der Hauptrunde gegen den SC Potsdam ist nämlich aufgearbeitet und abgehakt. Nach einer bis dahin kräftezehrenden Saison mit fast 40 Spielen in drei Wettbewerben, hatten Team und Trainer vor dem Start in die Play-offs eine komplette Trainingswoche Zeit – einerseits, um Kraft zu tanken, andererseits um an den kleinen Schwächen zu arbeiten, die sich zuletzt eingeschlichen hatten. „Wir haben versucht, eine gute Mischung zu finden“, sagt Renkema, die von freien Nachmittagen, aber auch von individuellem Training und zahlreichen Video-Analysen berichtet. Die Sportliche Leiterin ist sicher, dass der Schwung aus der ersten Saisonphase in der entscheidenden zurückkommen wird: „Die Mannschaft wirkt nun wieder frischer.“

Das zweite Spiel der ersten Runde steigt am kommenden Mittwoch (20 Uhr) in Wiesbaden, danach könnte der Einzug ins Halbfinale schon feststehen, eine eventuell nötige dritte Partie fände am 6. oder 7. April wieder in Stuttgart statt. Für den Finaleinzug sind dann drei Siege nötig, ebenso für den Titelgewinn – das erklärte Ziel der Stuttgarterinnen.

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