Enttäuschte Gesichter bei den Stuttgarter Volleyballerinnen – die Supercup-Pleite in eigener Halle tut sichtlich weh. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Trotz der Schlappe gegen den SC Potsdam ist der Supercup für Allianz MTV Stuttgart ein großer Erfolg.

Natürlich ging es um den ersten Titel der Saison, entsprechend groß war die Enttäuschung der Stuttgarter Volleyballerinnen nach der 1:3-Niederlage gegen den SC Potsdam. Allerdings stand in diesem Supercup mehr auf dem Spiel als die nächste Trophäe für die vereinseigene Vitrine. Weshalb sich festhalten lässt: Allianz MTV Stuttgart verbuchte am Dienstag einen bemerkenswerten Erfolg – trotz der sportlichen Schlappe.

 

Der Meister und Pokalsieger scheiterte diesmal an einem superstarken Gegner, der zudem das Plus hatte, wesentlich eingespielter zu sein. Was nichts an der Tatsache ändert, dass Allianz MTV Stuttgart über genügend Potenzial verfügt, die Nummer eins in Deutschland zu bleiben. Die Konkurrenz jedenfalls zeigt großen Respekt – weil es den Verantwortlichen in Stuttgart gelungen ist, ihren Kader noch breiter aufzustellen. Es wäre eine überragende Leistung, aber keine Sensation, wenn dieses Team am Ende der Saison erneut das Double holen würde.

Und zugleich haben die Verantwortlichen auch hinter den Kulissen gezeigt, zu was sie fähig sind. Der Supercup zählte in puncto Vermarktung, Organisation und Zuschauerinteresse bisher nicht zu den Top-Ereignissen im deutschen Volleyball. Das hat sich nun geändert. Mit der Veranstaltung in der Porsche-Arena, bei der mit 6145 Fans ein neuer Besucherrekord für ein Frauenvolleyball-Spiel in Deutschland aufgestellt wurde, hat Allianz MTV Stuttgart Maßstäbe gesetzt – und der Liga, dem Verband sowie den Bundesliga-Vereinen gezeigt, was für diese hochattraktive Sportart möglich ist, wenn gut gearbeitet wird. Der Meister und Pokalsieger taugt als Vorbild. Auch wenn es auf dem Feld mal kein Erfolgserlebnis gibt.