Max Herre, hier im Stadtpalais, bringt nach sieben Jahren wieder ein Album heraus. Foto: dpa/Marijan Murat

In zwei Tagen erscheint das neue Album „Athen“ von Max Herre. Die griechische Hauptstadt ist für den früheren Freundeskreis-Frontmann Sehnsuchtsort und Heimat zugleich.

Stuttgart - In den 90ern mit Freundeskreis noch einer der Hip-Hop-Avantgardisten schlechthin, ist Max Herre längst zu einer deutschen Popikone geworden. Als Songwriter, Rapper, Sänger und Musikproduzent ist der 46-Jährige einer der erfolgreichsten und vielfältigsten Musiker aus dem Kessel. Eigentlich sollte sein neues Album Ende August erscheinen, doch der gebürtige Stuttgarter verschob den Termin bereits wenige Wochen später.

Am 8. November erscheint nun „Athen“ auf dem Plattenlabel Lesedi Music, das Herre gemeinsam mit seiner Frau Joy Denalane führt, und von Universal Music vertrieben wird. Im März geht es dann direkt auf Deutschlandtour – am 4. März spielt er in Stuttgart im Beethovensaal. Auf der neuen Platte finden sich unter anderem Features mit den Rappern Trettmann, Yonii und dem Tocotronic-Mitglied Dirk von Lowtzow.

Herre schreckt nicht vor politischen Themen zurück

Auf „Athen“ zeigt Herre wieder einmal seine Vielfältigkeit: Neben der Sample-Version einer Ballade der DDR-Rockband Panta Rhei, thematisiert er in „Dunkles Kapitel“ mit Megaloh den Rechtsruck in Deutschland. Erst kürzlich hatte Herre vor der wachsenden Verharmlosung von Rechtsextremismus gewarnt. Im Song „Fälscher“ bezieht er sich auf den berühmten Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi und Konrad Kujau, den Betrüger hinter den vermeintlichen Hitler-Tagebücher.

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