Tanzen für Frauenrechte auf dem Stuttgarter Marktplatz Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Menschen im ganzen Land versammelten sich am Sonntag, um für Frauenrechte zu demonstrieren. Flüchtlinge in Stuttgart nutzten die Chance und verteilten Blumen an Passanten

Stuttgart - Zum Valentinstag haben Frauenrechtler in mehreren Städten Baden-Württembergs auf Opfer sexueller Gewalt aufmerksam gemacht. In Stuttgart versammelten sich am Sonntag nach Veranstalterangaben mehr als 200 Frauen und Männer auf dem Marktplatz, um gemeinsam zu tanzen. Die Polizei sprach von gut 100 Teilnehmern in der Innenstadt. Syrische Flüchtlinge aus Stuttgart nutzten die Aktion, um mehr als 400 Blumen an die Teilnehmer und Passanten zu verschenken. Anlässlich des Valentinstags wolle man sich bei den Deutschen bedanken, sagte ein Flüchtling.

Die Aktion „One Billion Rising“ - zu Deutsch etwa: eine Milliarde erhebt sich - veranstaltete auch an anderen Orten im Südwesten Aktionen, unter anderem in Freiburg, Heidelberg und Tuttlingen. Am Samstag hatten bereits ein Tanz-Aktionen in Karlsruhe und Mannheim stattgefunden.

Jede dritte Frau weltweit Opfer von Gewalt

Nach Angaben der Vereinten Nationen wird jede dritte Frau auf der Welt in ihrem Leben zum Opfer von physischer oder sexueller Gewalt. Insgesamt sind demzufolge mehr als eine Milliarde Mädchen und Frauen betroffen. Täter sind in den meisten Fällen Lebenspartner oder männliche Familienmitglieder. Seit 2012 rückt die internationale Kampagne „One Billion Rising“ das Problem deshalb in den Fokus.

Die New Yorker Dramatikerin, Künstlerin und Feministin Eve Ensler rief die Bewegung ins Leben. Am Valentinstag 2013 versammelten sich erstmals Millionen Menschen weltweit, um tanzend und trommelnd Gleichberechtigung in einer überwiegend noch immer patriarchalisch geprägten Welt einzufordern.

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