In diesem Garten soll die Rollstuhlschaukel aufgebaut werden. Foto: Nikolauspflege

Die Nikolauspflege wünscht sich für das Haus am Schloss in Stammheim ein Spielgerät, das Erwachsene glücklich macht: eine Rollstuhlschaukel. Nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner würden diese nutzen.

Stuttgart - Egal, wie das Wetter ist – der Garten des Haus am Schloss wird ausgiebig genutzt. Als „Oase“ bezeichnet die Leiterin der Einrichtung, Simone Westhoff, das barrierefreie Gelände, das alle Sinne anregt und gerade in diesen Corona-Zeiten „wahnsinnig viel wert sei“. Schließlich sind die Möglichkeiten, Ausflüge zu unternehmen, wegen der Infektionsgefahr begrenzt. Also geht es, wann immer möglich, raus in den Garten. Momentan eben dick eingepackt.

24 Erwachsene im Alter zwischen 20 und 60 Jahren leben in der Wohn- und Förderstätte der Nikolauspflege. Sie sind sehbehindert oder blind und haben in der Regel zusätzlich „sehr komplexe Beeinträchtigungen“, wie Westhoff sagt. Etwa die Hälfte sei dauerhaft auf den Rollstuhl angewiesen. Jede Form der Stimulation der eigenen Körperwahrnehmung sei sehr wertvoll.

Schaukeln vermittelt ein Gefühl von Freiheit

Das Haus am Schloss wünscht sich deshalb für den Garten eine Rollstuhlschaukel. Auch Angehörige seien schon an sie herangetreten mit diesem Vorschlag, der Förderung und Spaß so wunderbar miteinander verbindet. Schaukeln ist beileibe nicht nur etwas für Kinder: Es mache glücklich und vermittele ein Gefühl von Freiheit, sagt Westhoff. Schaukeln könne sogar Schmerzen lindern und das Körperbewusstsein stärken. Das Besondere an dem Modell, das gekauft werden soll: Es ermöglicht, dass der Nutzer trotz Rollstuhls sich selbst schaukelt. „Man kann selbst bestimmen, wie schnell, wie langsam, wie lange man unterwegs sein will“, erklärt die Pädagogin.

Ein Platz unter den Bäumen wurde schon ausgeguckt, wo die Schaukel gut hinpassen würde. Nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses am Schloss, das im Herbst 2016 eröffnet wurde, würden übrigens von dem Gerät profitieren, sondern auch die des Luise-Schleppe-Hauses der Evangelischen Altenheimat. Das Pflegeheim nutzt den Garten mit.

Das Verhältnis zur umliegenden Nachbarschaft und den anderen dort angesiedelten Institutionen sei hervorragend, schwärmt nicht nur Simone Westhoff. „Wir sind sehr froh, in dem Viertel zu sein, wir sind super aufgenommen worden“, bedankt sich auch die Sprecherin der Nikolauspflege, Christina Schaffrath. Die Aktion Weihnachten will ihren Beitrag leisten, damit die Rollstuhlschaukel möglichst bald für zusätzlichen Schwung sorgt.

So können Sie spenden:

Die Aktion Weihnachten freut sich über Spenden. Wenn Ihr Name als Spender veröffentlicht werden darf, vermerken Sie das bitte bei der Überweisung. Die Spendenkonten lauten: Baden-Württembergische Bank, IBAN DE04 6005 0101 0002 3423 40, oder Schwäbische Bank, IBAN DE85 6002 0100 0000 0063 00.