Weihnachten verbringt Frau H. mit anderen Bedürftigen bei Evas Stall. Foto: Evangelische Gesellschaft

Frau H. hat große gesundheitliche Probleme. Jetzt müssen auch noch die Zähne gezogen werden. Die kranke Frau wünscht sich von der „Aktion Weihnachten“ Kleidung, eine Bettdecke und Töpfe.

Stuttgart - Frau H. ist erst 52 Jahre alt, sie sieht aber deutlich älter aus, auch wegen der fehlenden Zähne in ihrem Mund. Oben trägt sie eine Prothese. Der Zahnarzt hat ihr eröffnet, ihr auch ihre verbliebenen Zähne ziehen zu müssen, aber sie habe Angst vor der Narkose, sagt sie. Dabei hat sie oft Schmerzen.

Frau H. hat ohnehin große gesundheitliche Probleme. Sie hat ein schwaches Herz und schon drei Schlaganfälle hinter sich, ist deshalb erwerbsunfähig. Dennoch ist sie zum Gespräch in die katholische Betriebsseelsorge gekommen, um Fragen zu ihrem Leben zu beantworten. Sie ist regelmäßig hier. Sie spielt gerne Gesellschaftsspiele. Sie ist nicht gerne allein in ihrer Einzimmerwohnung, die „klein, aber gemütlich“ sei, und versucht stattdessen, viel raus zu kommen. Weihnachten zum Beispiel geht sie traditionell zu Evas Stall, einer Weihnachtsfeier für Bedürftige.

Kinder wuchsen bei Pflegeeltern auf, wie sie selbst

Frau H. hat vier erwachsene Kinder, aber Kontakt besteht nur zu einem Sohn – und der wohnt in Ostdeutschland. „Meine Tür steht offen“, sagt sie. Bisher haben die anderen kein Interesse, ihre Mutter kennen zu lernen. Alle wuchsen in Pflegefamilien auf. Auch sie selbst hatte eine Pflegemutter. Ihr Enkelkind lebt ebenfalls nicht bei den leiblichen Eltern. Der Junge hat eine Behinderung, damit sei ihr ältester Sohn überfordert gewesen, erzählt sie. „Er ist ein ganz süßer Fratz“, sagt Frau H. über ihr Enkelkind. Sie telefonieren oft – gerne würde sie ihn kennen lernen. Aber er habe viele Therapien, deshalb gehe das gerade nicht. Und er lebt in Halle. Sie könnte sich die Fahrt nicht leisten.

Frau H. ist immer arm gewesen. Den Schulabschluss hat sie nicht geschafft und auch nie eine geregelte Arbeit gefunden. Mit dem Vater ihrer Kinder lebte sie nicht zusammen, er ist schon lange tot. Vor neun Jahren starb auch ihr langjähriger Lebensgefährte an Speiseröhrenkrebs. „Seither bin ich allein“, sagt sie.

Sie benötigt warme Kleidung für den Winter

Frau H. kocht gerne, aber ihre Töpfe sind alt und zerkratzt. Deshalb wünscht sie sich Ersatz. Auch benötigt sie eine Bettdecke und Kleidung. Sie hat nur eine Sommerjacke und ein Paar Turnschuhe. Sie würde sich entsprechend über eine Winterjacke und ein Paar warme Schuhe freuen. Weil sie noch Schulden per Ratenzahlung von ihrer geringen Rente tilgt, kann sie sich diese Dinge nicht selbst kaufen. Die „Aktion Weihnachten“ will Frau H. unterstützen.

Die „Aktion Weihnachten“ freut sich über Spenden. Die Spendenkonten lauten: Baden-Württembergische Bank, IBAN DE04 6005 0101 0002 3423 40, oder Schwäbische Bank, IBAN DE85 6002 0100 0000 0063 00. Wenn Ihr Name als Spender veröffentlicht werden soll, vermerken Sie das bitte unbedingt bei der Überweisung. Sachspenden können wir aus logistischen Gründen leider nicht annehmen.

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