Die Ballett-Matinèe in der Oper ist nicht nur wunderschön anzuschauen, sondern auch eine der wichtigsten Veranstaltungen der Aktion Weihnachten. Foto: Stuttgarter Ballett

Die Leserinnen und Lesern der Stuttgarter Nachrichten haben ein großes Herz für Menschen in Not – und dafür gebührt Ihnen unser Dank. Knapp 365 000 Euro sind bis dato auf die Spendenkonten der Stuttgarter Nachrichten eingegangen – so viel wie noch nie.

Stuttgart - Dass die Leserinnen und Leser der Stuttgarter Nachrichten ein großes Herz haben für Menschen in Not und für Menschen, die einen Schicksalsschlag erlitten haben, zeigen sie immer wieder. Selbstverständlich ist es nicht. Die ganze Adventszeit über haben wir täglich in unserer Zeitung über Einzelfälle und über soziale Projekte berichtet. Das reichte von dem alleinerziehenden, schwerstkranken Vater, der ein neues Sofa benötigt, über den kleinwüchsigen Teenager, der einen Spezialstuhl für den Unterricht braucht, bis zum Chor für psychisch Kranke, der diesen mental hilft, als wäre er eine heilsame Medizin.

Und noch nie in der langen Geschichte der Aktion Weihnachten ist so viel auf den Spendenkonten der Aktion Weihnachten eingegangen wie dieses Mal: genau 364 969,34 Euro – ein Plus von knapp 6500 Euro gegenüber der Spendenkampagne 2017. Und das war ebenfalls schon ein Rekordjahr.

Erstaunt hat uns auch, dass dieses Spitzenergebnis erreicht werden konnte, obwohl die absolute Zahl der Spender gegenüber dem Vorjahr minimal abgenommen hat.

Der Erste Vorsitzende der Aktion Weihnachten, Jan Sellner, bedankt sich im Namen des gesamten Vereins bei den Spenderinnen und Spendern und den vielen treuen Unterstützern, wie das Stuttgarter Ballett, die Bosch-Musikgruppen oder auch die vielen Künstlerinnen und Künstler bei der Nacht der Lieder. „Ein überwältigendes Ergebnis, das hilfebedürftigen Menschen in Stuttgart und Umgebung zugute kommt. Viele Menschen haben unser Motto beherzigt: Helfen ist Ehrensache“, sagt Sellner.

Sehr gut gelaufen ist auch der Verkauf der Weihnachtsengel aus der Kreativwerkstatt der Behinderteneinrichtung BHZ. Die letzten Engel wurden sogar noch nach den Feiertagen bestellt.

Finanzierungslücke bei Patenschaftsprojekt geschlossen

Die Auszahlungen laufen seit Januar – und die Dankbarkeit ist groß, wie etwa beim Verein Rückenwind, der über zahlreiche Anmeldungen von pflegenden Müttern berichtet, die bei den zwei Erholungswochenenden dabeisein möchten. Diese werden von der Spendenaktion finanziert. In diesem Jahr geht es im Mai nach Freudenstadt und im Oktober nach Zavelstein. „Vielen herzlichen Dank für die großzügige Spende“, schreibt uns die Vorsitzende des Vereins, Ursula Hofmann, die Unterstützung sei „fantastisch“.

Rückenwind und Aufwind sind die Projekte, die wir Ihnen in diesem Jahr besonders ans Herz gelegt haben. Beim Verein Rückenwind haben sich pflegende Mütter von schwerst- und mehrfachbehindertern Kindern zusammengetan. Das Projekt Aufwind der Evangelischen Gesellschaft (Eva) unterstützt Familien mit einem psychisch kranken Elternteil, indem die Eva den Kindern eine Patin oder einen Paten an die Seite stellt. Das Projekt war gefährdet, aber Dank Ihrer Unterstützung, liebe Leserinnen und Leser, konnte die Finanzierungslücke für dieses Jahr geschlossen werden. Außerdem können nun, so sich weitere Ehrenamtliche melden, mehr Patenschaften betreut werden. „Das Patenprojekt liegt uns wirklich am Herzen, wir sind deshalb voll des Glückes“, sagt Michaela Angerer, Abteilungsleiterin für Dienste für Kinder, Jugendliche und Familien bei der Eva. Auffällig war die große Zahl von Anträgen, die bei der Aktion Weihnachten 2018 eingegangen sind. Erst nach den Feiertagen erreichte uns dabei ein Gesuch der Stiftung Tragwerk für ein neues Wohnprojekt für junge Mütter in Kirchheim unter Teck, das uns sofort überzeugt hat – und bei dem wir froh sind, es noch fördern zu können. Die Stiftung Tragwerk hat wegen des hohen Bedarfs im November eine große Wohnung angemietet, in der Platz genug ist für die Unterbringung und Begleitung von vier jungen Müttern aus dem Raum Kirchheim, Nürtingen und Plochingen mit ihren Kindern. Drei sind bereits eingezogen, die vierte folgt im März.

Betreute Wohngemeinschaft für alleinerziehende Mütter

Das gemeinsame Wohnen solle dabei „sozialer Isolation vorbeugen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Tragwerk, Jürgen Knodel. Die jungen Frauen sollen durch das Projekt befähigt werden, allein mit ihren Kindern in einer eigenen Wohnung zu leben. Sie sollen dabei viel Bestärkung erfahren, unter anderem mit Hilfe einer videounterstützten Methode. Die Aktion Weihnachten hat die kindgerechte Ausstattung und die Renovierung finanziert. Zudem gab es eine Anschubfinanzierung für die pädagogische Begleitung. Bei einem Vororttermin konnten wir uns schon davon überzeugen, dass das Geld gut angelegt ist – und dass der Unterstützungsbedarf wirklich gegeben ist.

So können Sie spenden

Nicht nur in der Vorweihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über gehen Anträge im Namen von Hilfsbedürftigen bei der Aktion Weihnachten ein. Weitere Spenden sind daher natürlich hochwillkommen, um bei akuten Notlagen reagieren zu können. Sie können Geldspenden auf folgende Konten einzahlen: Baden-Württembergische Bank, Iban DE04 6005 0101 0002 3423 40, oder Schwäbische Bank, Iban DE85 6002 0100 0000 0063 00.

Internet Weitere Informationen über unsere Spendenaktion finden Sie auch im Internet unter www.aktionweihnachten.de. Dort können Sie auch nachlesen, wem wir zuletzt geholfen haben.

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