Einer der Höhepunkte der Aktion Weihnachten: die jährliche Ballettmatinée Foto: Stuttgarter Ballett

Die große Benefizaktion der Stuttgarter Nachrichten startet in eine neue Runde. Mit vereinten Kräften wollen wir Menschen unterstützen, die in Stuttgart und Region Hilfe bedürfen, schreibt Lokalchef Jan Sellner, der auch Vorsitzender der Aktion Weihnachten ist.

Stuttgart - Wenn Sie, liebe Leserinnen, liebe Leser, den Namen „Aktion Weihnachten“ hören, dann ahnen Sie: Weihnachten ist nicht mehr weit. Dann wissen Sie vielleicht auch, dass wir als Zeitung wieder für bedürftige Menschen in Aktion treten.

Seit 1971 gibt es die Benefizaktion der Stuttgarter Nachrichten  namens Aktion Weihnachten, getragen von einem gleichnamigen, ehrenamtlich arbeitenden gemeinnützigen Verein. Wir versuchen damit, „die Welt ein kleines bisschen besser zu machen“, wie es Ballettintendant Tamas Detrich, einer der langjährigen Unterstützer der Aktion Weihnachten, ausdrückte. Zumindest die kleine Stuttgarter Welt, denn wir konzentrieren unsere Hilfe bewusst auf Menschen in der Region Stuttgart, die zurecht im Ruf steht, eine Wohlstandsregion zu sein, in der bei genauem Hinsehen aber auch viele Menschen leben, die auf Unterstützung und finanzielle Hilfe angewiesen sind.

Auch Familien leben im ambulant betreuten Wohnen

In diesem Jahr wollen wir besonders Menschen unterstützen, die von Wohnungsnot betroffen sind. Tatsächlich leben inzwischen auch immer mehr Familien in Unterkünften der Wohnungsnotfallhilfe und in Sozialhotels. Auch hier in Stuttgart. Ein Gemeinschaftsprojekt von Caritas, Evangelische Gesellschaft und Evangelische Wohnheime will betroffenen Familien über einen Fonds positive Erlebnisse ermöglichen: Betreute Auszeiten sollen finanziert werden, aber auch Kindergeburtstage abseits des beengten Alltags.

Unser Augenmerk gilt außerdem Menschen, die in Fürsorgeunterkünften leben, oft verschuldet und psychisch belastet sind. Hier setzt ein niedrigschwelliges, aufsuchendes Projekt der Evangelischen Gesellschaft an: Die Betroffenen werden vor Ort in ihrem Stadtteil beraten, wie sie der Schuldenfalle entgehen können - ein hoffnungsvoller Ansatz, den wir gerne unterstützen wollen.

Was gibt Ihnen Hoffnung?

Apropos Hoffnung: Auch in diesem Jahr kooperiert die Aktion Weihnachten mit dem bhz Stuttgart, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. In der  Kreativwerkstatt des  Behindertenzentrums in Feuerbach werden unter anderem charakteristische Holzfiguren gefertigt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Darunter sind Holzengel und Weihnachtskrippen. Wie im vergangenen Jahr stellen wir diese Figuren während der Adventszeit im Lokalteil täglich ins Schaufenster. Der Erlös kommt zu gleichen Teilen der Aktion Weihnachten und dem bhz zugute.

Verbunden mit den Engeln und den Krippen ist eine Frage, die wir vom 30. November an täglich stellen: Was gibt Ihnen Hoffnung? Bekannte und weniger bekannte Menschen aus Stuttgart und der Region antworten persönlich darauf. Sie, liebe Leserinnen und Leser, sind ebenfalls herzlich dazu eingeladen, sich einzubringen. Auch darüber hinaus gilt: Machen Sie mit bei der Aktion Weihnachten! Es gibt viele Möglichkeiten, anderen Menschen Hoffnung zu geben und auf diese oder jene Weise Hoffnungsträger zu sein.

jan.sellner@stzn.de

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