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Aktionen zum Tag der deutschen Sprache an diesem Samstag - Schreibschrift stirbt aus.

Stuttgart - So richtig gut sieht es aktuell um die deutsche Sprache nicht aus. Mangels Geld und mangels Nachfrage sinkt die Zahl der "Deutschlerner" im Ausland, und im Inland droht nach den Auseinandersetzungen um die Rechtschreibreform ein neue Diskussion von möglicherweise oder sogar ganz sicher bedeutsameren Themen der Schulpolitik abzulenken: "Rettet die Schreibschrift" ruft uns die Zeitschrift "Deutsche Sprachwelt" zu.

Eine Aktion soll daraus werden mit dem Tag der deutschen Sprache an diesem Samstag als Starttermin. Rückendeckung für die Schreibschrift also - sie soll als ein "Abbild der deutschen Sprache von hoher kultureller Bedeutung" erhalten und weiterhin an den Grundschulen gelehrt werden. Sorgen macht den Schreibschrift-Befürwortern vor allem Hamburg - dort kann von sofort an frei zwischen Schreibschrift und an der Druckschrift orientierter Grundschrift gewählt werden.

Auch in Baden-Württemberg und Bayern laufen entsprechende Versuche. Die Schreibschrift fördere die Motorik und das verbindene Denken, sagen die Schreibschrift-Befürworter. Richtig? Falsch? Zum Schulstart darf diskutiert werden.

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