Die Aktion ist parteiübergreifend und als Kommentar gegen Gewalt gedacht. Foto: Screenshot/Facebook

Unter dem Hashtag #gegengewalt haben sich Stuttgarter aus der Kommunalpolitik und der Zivilgesellschaft zusammengeschlossen, um ein Zeichen gegen die Krawalle vom Wochenende zu setzen. Sie zeigen mit ihren Facebook-Profilbildern Haltung.

Stuttgart - Der Slogan „Echte Stuttgarter halten zusammen“ schmückt seit neustem das Facebook-Profilbild von einigen Stuttgartern. „Ich denke, das trifft einen Nerv. Wir wollten einfach etwas haben, wofür wir einstehen können“, sagt Maximilian Mörseburg, CDU-Stadtrat, über die Ursprünge der Idee, die als Kommentar auf die Krawallnacht vergangenen Samstag gemeint ist, wo mehrere hundert junge Männer in der Innenstadt wüteten.

Mörseburg gehört mit sechs weiteren jungen Stuttgartern zu den Initiatoren der Aktion, die sich aus unterschiedlichen Ecken der Kommunalpolitik und der Zivilgesellschaft zusammengeschlossen haben. „In meinem direkten Umfeld kommt die Aktion gut an“, sagt der Stadtrat über die Resonanz des Profilbilds. Er hofft, dass sich das sogenannte Frame möglichst schnell verbreitet.

Gegen Gewalt und gegen Rassismus

Bereits seit längerer Zeit will der Stadtrat bemerkt haben, wie es in der Stuttgarter City brodelt. „Das kam nicht aus dem nichts“, sagt er. Dass sich die Situation in solcher Heftigkeit entlade, habe er jedoch nicht erwartet. „Es ist erschreckend, was da passiert ist. So etwas habe ich in dieser Stadt noch nie erlebt.“ In seinem Facebook-Post spricht sich Maximilian Mörseburg sowohl gegen Gewalt als auch gegen Rassismus aus. Ebenso bringt auch Firat Yurdakul, der Vorsitzende des Jugendrats Stuttgart, seinen Unmut über die Gewalt zum Ausdruck.

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Auch er hat an der Aktion mitgearbeitet und preist in seinem Facebook-Post die familiäre Atmosphäre der Stadt. „Als Stuttgarter mit Migrationshintergrund weiß ich, wie schwierig es manchmal ist, wenn man mit Rassismus konfrontiert wird“, schreibt er dort. Doch nun gehe es darum, als Stadt zusammenzurücken.

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