Die „längste Geburtstagskerze der Welt“ ist in die Niederlande transportiert worden und kommt dort bei einem Festival zum Einsatz. Der grüne Strahl hatte im Sommer für Aufsehen gesorgt.
Der Trumpf-Laser leuchtet wieder! Von diesem Samstag an schießt der grüne Strahl im niederländischen Eindhoven in den Himmel – beim Glow Light Art Festival. Nachdem die etwa 500 Kilometer lange Transportfahrt von Ditzingen in die niederländische Metropole ohne Zwischenfälle überstanden war, gab es es bereits die ersten Testläufe. Zu sehen sein soll der Laser bis zum 18. November.
Gemeinsame Entwicklung mit Showlaser-Spezialist Lightline
Das Ditzinger Unternehmen Trumpf hatte den Laserstrahl gemeinsam mit der Osnabrücker Firma Lightline entwickelt, aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Firma. Geleuchtet hatte er mit wetterbedingten Unterbrechungen vom 2. bis zum 6. August. Der Strahl ist bis zu zehn Kilometer hoch und bei guter Sicht im Umkreis von rund 80 Kilometern zu sehen.
Der Laser hatte im Sommer für regelrechten Andrang vor den Toren des Ditzinger Unternehmens gesorgt. Am ersten Abend, an dem die „längste Geburtstagskerze der Welt“ leuchtete – der Start war aufgrund von starker Bewölkung und Wind um einen Tag verschoben worden –, hatten sich rund 150 Menschen eingefunden, die live dabei sein wollten. Einige von ihnen hatten für das Erlebnis einen langen Anfahrtsweg auf sich genommen. Auch in den Sozialen Medien sorgte die Aktion des Unternehmens für großes Aufsehen.
Laser strahlt in der High-Tech-Zentrale der Niederlande
Und jetzt also Eindhoven. „Wir möchten dieses Festival und unser Jubiläum zum Anlass nehmen, unseren Mitarbeitern, Partnern, Kunden und allen anderen Bewohnern von Brainport Eindhoven etwas zurückzugeben“, wird Projektmanager Philipp Barthold auf der Internetseite des Konzerns zitiert. „Brainport“ ist, wenn man so will, die IT- und High-Tech-Zentrale der Niederlande. Zahlreiche Firmen aus der Sparte haben dort nahe der Innenstadt ihren Sitz.
„Dieser Laser verbraucht sehr wenig Energie“, so Barthold weiter. Und dennoch zeigten die Untersuchungen, dass es sich um den leistungsstärksten Showlaserstrahl der Welt handle. Sebastian Pricking aus der Laserentwicklung des Ditzinger Unternehmens informierte bereits im August: „Ihn eine Stunde zu betreiben verbraucht etwa so viel Energie, wie mit einem Elektroauto von Stuttgart nach Karlsruhe zu fahren.“ Am Umbau waren 35 Laserexperten, Konstrukteure, Sicherheitsspezialisten und weitere Experten beteiligt.
Im Sommer waren bei der Polizei zahlreiche Berichte eingegangen, in denen sich die Anrufer über diesen komischen grünen Strahl wunderten. Inzwischen dürfte der Laser jedoch weltweite Bekanntheit erlangt haben, sodass die niederländischen Polizisten möglicherweise nicht allzu viel zu tun haben werden.