Die Winnender Firma erregt wieder einmal mit einer aufwendigen Reinigungsaktion Aufsehen. Wir erklären, was es damit auf sich hat.
Das Bronx Victory Memorial in New York, eine Hommage an 947 im Ersten Weltkrieg gefallene Soldaten aus diesem Stadtviertel, erstrahlt nach einer umfassenden Reinigung in neuem Glanz. Verantwortlich dafür ist das Winnender Unternehmen Kärcher (Rems-Murr-Kreis), das im Rahmen seines Kultursponsorings die kostenlose Reinigung des Denkmals in Partnerschaft mit New York City Parks (NYC Parks) übernommen hat.
Das Monument in der Bronx ist nicht das erste von Kärcher gereinigte
Das Monument, bestehend aus einer 23 Meter hohen Kalksteinsäule und einer vergoldeten Bronze-Statue der römischen Siegesgöttin Victoria, war über die Jahre von biologischen Verschmutzungen wie Algen, Moosen und Flechten gezeichnet. Diese galt es nun schonend zu entfernen. „Wir sind dem Unternehmen Kärcher zutiefst dankbar für seinen Einsatz, dank dem wir dieses herausragende und beeindruckende Denkmal für künftige Generationen erhalten können“, wird Jonathan Kuhn, Direktor für Kunst und Antiquitäten bei NYC Parks, in einer Mitteilung von Kärcher zitiert.
Thorsten Möwes, ein Experte vom Kärcher-Stammsitz in Winnenden, setzte auf eine bewährte Methode: „Wir nutzen die besonders wirksame und schonende Dampfstufe eines Heißwasser-Hochdruckreinigers. Durch den geringen Aufpralldruck von nur 0,5 bis 1 bar wird der Schmutz hauptsächlich durch die hohe Temperatur des Dampfes gelöst. So können wir sehr schonend und nahezu drucklos arbeiten, um die wertvolle Originalsubstanz aus Kalkstein, Granit und Bronze nicht zu beschädigen“, so Möwes.
Die Reinigungsaktion in der Bronx ist Teil eines besonderen Jubiläumsprogramms: Im Jahr seines 90-jährigen Bestehens führt Kärcher weltweit 90 kostenlose Reinigungsprojekte an öffentlichen Plätzen und historischen Bauwerken durch.
Auf der Liste der in diesem Zuge abgekärcherten Bauwerke stehen bereits viele berühmte Bauwerke – unter anderem:
- das Red-Rocks-Amphitheater in Denver, Colorado
- die Johanneskirche in Stuttgart
- die Wände eines Parks in Yokohama (Japan)
- das Heidelberger Schloss
- der Fuhrpark eines schwedischen Rockfestivals
- die Freitreppe der Kirche St. Michael in Schwäbisch Hall
Die Wurzeln solcher Aktionen reichen allerdings noch deutlich weiter zurück – bis in die 1980er Jahre. Seitdem hat die Firma mit einem Jahresumsatz von 3,4 Milliarden Euro gut 180 derartiger Projekte umgesetzt.
Reinigt Kärcher eines Tages das Taj Mahal?
Für Kärcher-CEO Hartmut Jenner sind solche Projekte nicht nur ein Mittel, die Leistungsfähigkeit der Maschinen aus Winnenden zu demonstrieren, sondern offenbar auch eine Herzensangelegenheit. Im Jahr 2017 hatte er in einem Interview mit unserer Zeitung vom Traum gesprochen, eines Tages das Taj Mahal zu reinigen – ein Wunsch, der zumindest bislang noch nicht erfüllt wurde.