Frankreichs Regierung hat den Landwirten angesichts sich ausweitender Proteste weitreichende Hilfszusagen gemacht. Foto: Thomas Padilla/AP/dpa

Protestierende Landwirte blockieren in Frankreich zunehmend das Land. Die Regierung reagiert mit umfassenden Hilfszusagen. Doch die Landwirte sind noch immer wütend.

Paris - Die Landwirte in Frankreich wollen trotz Hilfszusagen der Regierung weiter protestieren. Man werde zwar die Straßensperrungen vorläufig aufheben, sie Anfang nächster Woche aber wieder aufnehmen, sagte Pierrick Hore, Generalsekretär der Gewerkschaft Junger Landwirte, im Radiosender RMC. Auch der Chef der FNSEA, Frankreichs größter landwirtschaftlicher Gewerkschaft in Frankreich FNSEA, hält an der Mobilisierung fest.

Es gebe viele Forderungen, auf die der Premierminister nicht reagiert habe, sagte Arnaud Rousseau im Fernsehsender TF1. Was gesagt wurde, besänftige die Wut nicht, man müsse weitermachen. Heute waren landesweit noch zahlreiche Autobahnzufahrten blockiert.

Frankreichs Premierminister Gabriel Attal hatte den Landwirten angesichts tagelanger Proteste weitreichende Hilfszusagen gemacht. Zu diesen gehörten unter anderem die Rücknahme der Besteuerung von Agrardiesel und Nothilfen von 100 Millionen Euro für von Unwetter getroffene Landwirte und den Biosektor.

Rousseau bedauerte insbesondere, dass nichts über die Renten der Landwirte bekannt gegeben worden sei, die seiner Meinung nach zu den schwächsten zählten. Landwirtschaftsminister Marc Fesneau versprach an diesem Samstag im Radiosender France Info weitere Maßnahmen.