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Deutsche Soldaten verfügen in Afghanistan über nur zehn Schützenpanzer - Fragen und Antworten.

Berlin - Nach dem blutigen Karfreitag, an dem drei Bundeswehrsoldaten getötet wurden, ist ein Streit darüber entbrannt, ob das Material für den Kampf gegen die radikalislamischen Taliban ausreicht. Auch die Ausbildung steht zur Debatte. Fragen und Antworten.

b>Über welche Panzer und über welche geschützten Fahrzeuge verfügt die Bundeswehr in Afghanistan?

Über welche Panzer und über welche geschützten Fahrzeuge verfügt die Bundeswehr in Afghanistan?

Zehn der vor mehr als 30 Jahren entwickelten Schützenpanzer Marder stehen der Bundeswehr in Afghanistan zur Verfügung. Erstmals im Gefecht eingesetzt wurden sie im vergangenen Sommer im Unruhegebiet um Kundus. Am schwarzen Karfreitag kamen sie auch zum Einsatz. Einer der Marder war an dem tragischen Vorfall beteiligt, bei dem sechs afghanische Soldaten versehentlich von der Bundeswehr getötet wurden. Neben den Schützenpanzern hat die Bundeswehr rund 970 zum Teil stark geschützte Transportfahrtzeuge im Einsatzgebiet. Darunter sind 100 Fuchs-Transportpanzer für zehn Personen und etwa 210 kleinere Dingos. Hinzu kommen 400 weniger geschützte Geländewagen vom Typ Wolf sowie weitere Fahrzeuge vom Kran bis zum Tanklaster.

Wie wird die Truppe aus der Luft unterstützt?

Wie wird die Truppe aus der Luft unterstützt?

Die Bundeswehr hat in Afghanistan acht Transporthubschrauber vom Typ Sikorsky CH-53 und acht Transall-Transportflugzeuge. Für die Aufklärung aus der Luft stehen sechs Tornados zur Verfügung. Die zwei Bordkanonen dürfen nur zur Selbstverteidigung eingesetzt werden. Luftunterstützung bei Gefechten wird in der Regel von den US-Streitkräften geleistet. Sie wurde auch am Karfreitag angefordert. Die Kampfjets kreisten aber über dem Einsatzgebiet, ohne mit Waffen einzugreifen. Dem Abwurf von Bomben ist ein kompliziertes Verfahren vorgeschaltet. Damit soll die Möglichkeit gering gehalten werden, dass Zivilisten zu Schaden kommen. Die Taliban wissen das. Sie greifen in der Regel am Rande von Ortschaften an und missbrauchen Zivilisten zumindest indirekt als Schutzschilder.

Warum hat die Bundeswehr keine Kampfhubschrauber?

Warum hat die Bundeswehr keine Kampfhubschrauber?

Der deutsch-französische Kampfhubschrauber Tiger sollte eigentlich längst einsatzbereit sein. Wegen technischer Probleme werden neun Exemplare aber immer noch von der Bundeswehr erprobt. Bis der erste eingesetzt werden kann, dauert es bis Ende nächsten Jahres. Bestellt hat die Bundeswehr 80 Exemplare. Frankreich ist da schon weiter. Seit Sommer 2009 sind drei "Tiger" für die französischen Streitkräfte in Afghanistan im Einsatz. Auch für die Bergung von Toten und Verletzten aus der Luft in einer Gefechtssituation ist die Bundeswehr nicht ausgerüstet. Am Karfreitag übernahmen diese Aufgabe US-Helikopter vom Typ Black Hawk. Sie konnten die drei Toten und acht Verletzten auch im Kugelhagel der Taliban aus dem Kampfgebiet fliegen.

Wie werden die Soldaten für den Einsatz in Afghanistan ausgebildet?

Wie werden die Soldaten für den Einsatz in Afghanistan ausgebildet?

Die Ausbildung dauert ein Jahr, es wird aber nicht an jedem einzelnen Tag für den Einsatz geübt. Die Kritik, dass mit den im Inland vorhandenen Fahrzeugen kein ausreichendes Training gewährleistet werden könne, weist die Bundeswehr zurück.

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