AfD-Landesvorsitzender André Poggenburg beim Sonderparteitag der AfD Sachsen-Anhalt neben Alice Weidel, Mitglied im Bundesvorstand der Partei Alternative für Deutschland. Foto: dpa-Zentralbild

Bei der Landtagswahl sorgte die AfD in Sachsen-Anhalt mit ihrem hohen Ergebnis für eine große Überraschung. Auch jetzt gilt die Partei als unberechenbar. Landeschef Poggenburg verteidigt den Kurs.

Eisleben - Sachsen-Anhalts AfD-Vorsitzender André Poggenburg hat den polarisierenden Kurs seiner Landespartei verteidigt. Die AfD in Sachsen-Anhalt sei als systemkritisch und fundamental wahrgenommen worden, sagte Poggenburg am Samstag bei einem Sonderparteitag in Eisleben. Dies habe dazu geführt, dass sie bei der Landtagswahl am 13. März fast jede vierte Stimme erhalten habe - soviel wie nie zuvor bei einer Landtagswahl.

Poggenburg und der Landesverband zählen zum äußerst rechten Flügel der AfD. Poggenburg sagte, der einst kleine Landesverband in Sachsen-Anhalt habe inzwischen Einfluss in der Bundespartei gewonnen. Als Gegenspielerin von Poggenburg gilt AfD-Bundeschefin Frauke Petry, die dem gemäßigteren Flügel zugerechnet wird.

Auf dem Programm des Sonderparteitages stand vor allem die Wahl eines neuen Landesvorstandes. Poggenburg hatte nach seiner Wahl zum neuen Fraktionschef im Landtag von Magdeburg angekündigt, den Parteivorsitz abgeben zu wollen. Später erklärte er, er erwäge doch eine erneute Kandidatur, sollte sich kein anderer geeigneter Kandidat finden. Daraufhin kündigte der Wittenberger AfD-Chef Dirk Hoffmann an, er halte sich eine Kampfkandidatur gegen Poggenburg offen. Beide wollten sich auch kurz vor Beginn des Parteitags nicht festlegen.

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