AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland Foto: dpa

Der nordrhein-westfälische AfD-Fraktionschef Marcus Pretzell gerät wegen seiner doppelten Bezüge als Abgeordneter in Düsseldorf und des EU-Parlaments nun auch parteiintern unter Druck – und erntet harrsche Kritik von Parteichef Alexander Gauland.

Berlin - Der nordrhein-westfälische AfD-Fraktionschef Marcus Pretzell gerät wegen seines Doppelmandats im EU-Parlament und im NRW-Landtag auch parteiintern unter Druck. Der AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland kritisierte die zweifache Abgeordnetentätigkeit. Im Interview mit unserer Zeitung sagte Gauland: „Markus Pretzells Verhalten halte ich für völlig falsch.“ Es sei nicht zu vermitteln, warum der NRW-Politiker in zwei Parlamenten vertreten sei.

Pretzell ist einer der beiden AfD-Parlamentarier im Europaparlament in Straßburg. Im Mai war er in den nordrhein-westfälischen Landtag gewählt worden. Sein Mandat im EU-Parlament will der Ehemann von Parteichefin Frauke Petry erst nach der Bundestagswahl im September abgeben. Er begründete dies damit, einen Nachrücker verhindern zu wollen. Gauland sagte, er glaube nicht, dass Pretzell die doppelte Diät beziehe, da Vergütungen verrechnet würden. Dennoch sei dies nicht richtig.

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