Auf den Trampolinen der Weilheimer Firma springen Turner aus aller Welt. Foto: Eurotramp

In der Zeit bis Weihnachten öffnen wir jeden Tag ein Türchen zu einem interessanten Ort in der Region Stuttgart. Am 15. Dezember sind wir bei Eurotramp in Weilheim/Teck. Hier entstehen in Handarbeit Trampoline für den Schulsport und für Olympia.

Weilheim/Teck - In luftige Höhen katapultiert zu werden, das ist nichts für Dennis Hack. „Beim Trampolinspringen wird mir schlecht“, sagt er lachend. Auch wenn er selbst nicht springt, hat er doch jede Menge mit dem Sport zu tun. Hack leitet das Unternehmen Eurotramp in Weilheim. In der schwäbischen Provinz werden in Handarbeit die Geräte hergestellt, auf denen Profiturner, Turmspringer oder Snowboarder ihre Sprünge trainieren und präsentieren. Die Firma stattet weltweit Vereine und Sportzentren mit Geräten vom Mini- bis zum Riesentrampolin aus und liefert auch für Wettkämpfe und Weltmeisterschaften die Geräte. „Derzeit blicken wir nach Tokio und hoffen, dass wir auch bei den Olympischen Spielen 2020 Ausstatter werden“, so Hack.

Angefangen hat alles 1960 in Göppingen. Dort fertigte Hacks Großvater, Kurt Hack, sein erstes Trampolin an. „Er war eine Art Daniel Düsentrieb, ein technikbegeisterter Tüftler, “ so der heutige Leiter des Familienunternehmens.

Jedes Trampolin wird in Handarbeit gefertigt

Tack, tack, tack – tönt es aus einer der Produktionshallen. „Wie wir genau nähen, das ist eines der Firmengeheimnisse“, sagt Daniel Mall, Prokurist bei Eurotramp. Bei den Sprungtüchern ist Genauigkeit das oberste Gebot. Ein Laserstrahl führt die Nadel exakt in die Mitte jedes Bandes. Am Rahmen werden die Tücher mit Stahlstiften verankert, auf denen das Gewicht des Springers lastet.

Jedes Trampolin hat seine Unterschiede. „Eines unserer neueren Geschäftsfelder sind Spielplatztrampoline“, so Mall. „Die Sprungtücher dafür sind ganz andere als die eines Sporttrampolins: In die Bänder werden Stahlverstärkungen eingenäht, sodass man sie zum Beispiel nicht durchschneiden kann“, sagt er.

Und auch im Freestylebereich mischt der schwäbische Trampolinbauer mit. In München, am Feldberg, in Österreich und der Schweiz gibt es ganze Sprunghallen, in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana hat Eurotramp eben erst einen Funpark eröffnet. Kunden können in Weilheim in solche Hallen mit einer Virtual Reality-Brille eintauchen – nur zum Springen, da muss man doch auf ein echtes Trampolin.

Alle Teile des Adventskalenders gibt’s hier.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: