Bei der 20 Kilometer langen Kreisfahrt demonstrieren die Teilnehmer für ein besseres Radwegenetz in Stuttgart. Foto: Lichtgut Stuttgart/Lichtgut Stuttgart

Bei der politischen Kreisfahrt des ADFC demonstrierten am Samstag rund 100 Menschen für den Ausbau des Radwegenetzes in Stuttgart.

Stuttgart - Trotz des abgesagten Fahrradaktionstags versammelten sich diesen Samstag gegen 14 Uhr rund hundert Fahrradfahrer auf dem Börsenplatz um an einer politischen Kreisfahrt des Stuttgarter Kreisverbands des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs teilzunehmen. „Ich demonstriere hier für bessere Radwege, denn es gibt hier kaum gute zusammenhängende Wege“, sagt ein Stuttgarter, der aus Möhringen in die Stadtmitte gekommen ist, um an der 20 Kilometer langen Kreisfahrt teilzunehmen. Und eine andere Demonstrantin ergänzt: „Mir geht es heute um das Thema Sicherheit. Viele Radwege führen ins Nichts, sind schlecht beleuchtet oder werden im Winter nicht geräumt“, lautet ihre Kritik.

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Die Route der politischen Kreisfahrt führt die Demonstranten vom Börsenplatz durch die Innenstadt nach Hedelfingen und über Untertürkheim wieder zurück. „Auf dieser Strecke sind viele Radwege bereits beschlossen oder angedacht aber bis jetzt ist noch nichts passiert,“ erklärt Tobias Willerding vom ADFC Kreisverband Stuttgart.

Neben dem Ausbau des bestehenden Radnetzes richtet sich die Kritik der Radfahrer auch an das Zeitmanagement der Stadt. „Es geht alles sehr langsam. Der Bau der Hauptradroute 2 wurde letztes Jahr im Mai beschlossen, der Baubeginn ist aber erst nächstes Jahr“, so Willerding weiter. Zu langsam, finden die Demonstranten. Vor allem da die Zahl der Radfahrer in Stuttgart, laut Tobias Willerding, immer weiter ansteige: „Es fahren dieses Jahr 30 Prozent mehr Menschen Rad als noch letztes Jahr. Diese Menschen wollen sicher fahren. Und dafür setzen wir uns ein.“

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