Das bürgerliche Gesetzbuch definiert in Paragraf 138 Absatz 2, was Wucher ist. Leistung und Gegenleitung müssen dabei in einem „auffälligen Missverhältnis“ liegen. Foto: dpa

Ein älterer Mann lässt wegen einer verstopften Toilette Handwerker kommen. Die demontieren sein Klo, verschmieren Fäkalien und verlangen dann 5000 Euro.

Kirchheim/Neckar - Ein verstopfter Toilettenabfluss hat einen Senior in Kirchheim am Neckar (Kreis Ludwigsburg) am Freitagmittag 5000 Euro gekostet. Der Mann hatte Angehörigen von dem Problem erzählt. Diese recherchierten über das Internet eine Rohrreinigungsfirma. Nachdem per Telefon ein Termin vereinbart worden war, kamen vier Männer, die in etwa einer Stunde ein kurzes Stück Rohr der Toilette reinigten.

Der Mann zahlte 5000 Euro – dabei war die Toilette noch gar nicht montiert

Dabei verschmierten sie die Fäkalien im Raum und beschädigten das Abflussrohr und verlangten dann die viel zu hohe Menge Geld von ihrem Opfer. Mit ihrer überzogenen Forderung überrumpelten die Handwerker den Mann vermutlich. Er bezahlte den Betrag. Obwohl die Toilette noch auseinander montiert war, verließen die Abzocker anschließend das Gebäude.

Letztlich wurde der Schaden durch eine Fachfirma behoben. Dem Opfer wurde mitgeteilt, dass ein Rechnungsbetrag von etwa 400 Euro angemessen gewesen wäre. Er erstattete Anzeige bei der Polizei.

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