Srdjan Lakic jubelt über sein Tor zum 3:2. Foto: dpa

Der Torjäger des FCK profitiert von der Abwehrschwäche der Roten und beendet seine Flaute.

Stuttgart - Es war eine Szene, die die Gemüter erhitzte. Kaiserslauterns Srdjan Lakic erzielte nach einer Ecke per Kopf das 3:2. Mit Anlauf, freistehend. Unbedrängt. Die VfB-Profis ließen im näheren Umkreis des Angreifers einen so großen Sicherheitsabstand, als wäre da gerade ein Minenfeld verlegt worden. "So frei will ich vorne auch mal zum Kopfball kommen", ereiferte sich VfB-Innenverteidiger Georg Niedermeier. Und: "Es gab eine klare Zuordnung - ich war nicht zugeteilt." Am Sonntag lüftete Trainer Bruno Labbadia das Geheimnis: Martin Harnik war der Schuldige. Der Stürmer sollte Lakic, der ja durchaus für eine gewisse Kopfballstärke bekannt ist, bei Standards bewachen. Beim 3:2 flog Lakic ungehindert durch die Luft. "Das darf Martin nicht passieren", sagte Labbadia.

Verwunderlich ist, dass ausgerechnet Harnik, der bislang nicht als Kopfballungeheuer aufgefallen ist, für Lakic zugeteilt war. Labbadia erklärte das so: "Martin Amedick war bei Standards die Nummer eins auf unserer Liste bei den FCK-Spielern, es folgten Rodnei und Matthias Abel." So kam es, dass die kopfballstarken Innenverteidiger Niedermeier und Serdar Tasci nicht auf Lakic angesetzt wurden, sondern auf Amedick und Rodnei. Für Harnik sprach nur dessen Größe. Im Luftkampf gegen Lakic war er eine Nummer zu klein. Der Torjäger genoss die große Freiheit.#

Die Leidenszeit von Lakic ist vorüber.

Schon das 1:0 hatte er per Kopf erzielt. Da hatte ihn Khalid Boulahrouz mit der Sprungkraft eines Tankschiffs bekämpft und ihn in der Luft gewähren lassen.

Dieser Treffer war der erste von Lakic nach 747 torlosen Bundesliga-Minuten. Die Leidenszeit des Stürmers ist vorüber, nachdem es nach der Bekanntgabe seines Wechsels nach Wolfsburg heftige Anfeindungen von den FCK-Fans gab: "Ich bin glücklich, für mich ist eine schwierige Zeit vorbeigegangen", sagte er. Er hatte es in Stuttgart auch verdammt leicht.

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