Der Volleyball-Regionalligist aus Ditzingen holt in einem wechselhaften Spiel einen 3:2-Erfolg bei DJK Schwäbisch Gmünd und sammelt Punkte im Abstiegskampf.
Die Volleyballerinnen der TSF Ditzingen sind sportlich erfolgreich ins neue Jahr gestartet: Der Regionalligist feierte bei DJK Schwäbisch Gmünd in einer spannenden Partie mit 3:2 (23:25, 25:12, 16:25, 25:21, 15:12) einen wichtigen Auswärtssieg. „Dieser Erfolg zum Beginn der Rückrunde tat extrem gut“, freute sich Kapitänin Ute Busch.
Der Sieg bescherte den Ditzingerinnen zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg – die TSG Reutlingen hat als erster von zwei Absteigern lediglich zwei Zähler weniger auf der Habenseite. „Gmünd hat nicht mit aller Kraft gegengehalten“, meinte Ute Busch, „insofern war es ein dankbarer Gegner zum Auftakt 2026.“
Wechselvolle Dramaturgie des Spiels
Dabei hatte die Begegnung denkbar schlecht für die Gäste begonnen. Lange hatten die TSF geführt, dann den Satz auf den letzten Drücker doch noch aus der Hand gegeben. Doch von diesem mentalen Tiefschlag erholten sich die Frauen aus Ditzingen erstaunlich schnell – im zweiten Satz hatten die Hausherrinnen den druckvollen Angriffen von außen durch Anja Tötemeier und Nina Gminder kaum etwas entgegenzusetzen. Nach 20 Minuten Spielzeit stand es 1:1 nach Sätzen.
Doch dann machten die Ditzingerinnen ihrem Ruf als launische Volleyball-Diva erneut alle Ehre. Das Team um Ute Busch brachte wenig zustande, die Angriffe waren viel zu leicht ausrechenbar und konnten meist problemlos verteidigt werden. Eine Umstellung brachte die TSF dann im vierten Satz allmählich auf die Siegerstraße. Samira Rhattas füllte die Position der Libera aus und rettete immer wieder verloren geglaubte Bälle. „Sie hat da einiges für uns rausgefischt“, sagte Ute Busch. Es überraschte daher nicht, dass der Neuzugang (kam von Allianz Stuttgart II) zur wertvollsten Spielerin der Partie gewählt wurde.
Im vierten Spielabschnitt zeigten sich die Ditzingerinnen im Angriff wieder flexibler und kamen auch über die Mitte immer wieder zu Punkten. Im Tiebreak lagen die TSF bereits 3:7 zurück, aber sie gaben nicht auf – über ein 8:7 holten sie sie schließlich den Entscheidungssatz mit 15:12. „Wir haben den nötigen Kampfgeist gezeigt“, sagte die TSF-Spielführerin, „aber man muss auch einräumen, dass Gmünd uns die Chancen gegeben hat, daran zu glauben.“
Zwar fehlte nach wie vor Routinier Lyubka Rund verletzt, doch alle zuvor angeschlagenen Spielerinnen wie Busch, Tötemeier, Babette Rauscher und Rika Wiedemann waren einsatzbereit. „Die Winterpause hat gut getan“, sagt Busch, „wir konnten uns körperlich erholen und auch den Kopf frei bekommen.“ Am Sonntag (18 Uhr) empfangen die TSF-Frauen in der Doris-Leibinger-Halle die VSG Kleinsteinbach, es soll das Punktesammeln gegen den Abstieg fortgesetzt werden. „Wir wollen da weitermachen, wo wir in Gmünd aufgehört haben“, sagte Ute Busch.